Wollen Sie sich weiter über Mühlhausen/Uelzen informieren? Ist super

A Eigenständige Publikationen (Schriften, Filme, Dias, Kassetten, Ansichtskarten, meist vom Heimatverein herausgegeben oder initiiert)
B Beiträge über Mühlhausen/Uelzen in anderen Publikationen
C Internetpräsenz
D Schilder, Aushänge
      1. Flächen für die Natur
           a) Landkauf durch Heimatverein/NABU
           b) Vom NABU angepachtet, hergerichtet und betreut
           c) Grundstücke des Regionalverbandes Ruhr
           d) Grundstück des Kreises Unna
           e) Zur Mühlhauser Mark
       2. Mühle
       3. Mühlpfad
       4. Ehemalige Schulen
       5. Eisenbahn
       6. Ehemalige Bauernhäuser
       7. Platz am Kriegerdenkmal
       8. Folkbrachtstein
       9. An Unnas Mittelpunkt
     10. Esche mit Rundbank
     11. Obstbäume
     12. Fledermäuse
     13. Beobachtungsstand
     14. Vögel
     15. Paschquelle
     16. Steinbruch im Bimbergtal
     17. Wappenstein
     18. Haus Heyde
     19. Willkommensschild
     20. Pflug
     21. Grenze zu Kessebüren
     22. Sammelteich Uelzener Heide



A Eigenständige Publikationen
Schriften, Filme, Dias, Kassetten, Ansichtskarten

Nachstehende Veröffentlichungen - meist vom Heimatverein initiiert oder erarbeitet - können Sie über ihn beziehen bzw. ausleihen:

1. "Der Freiraum Uelzener Heide".
Vorschläge des Deutschen Bundes für Vogelschutz, Kreisverband Unna, zur besseren ökologischen Ausstattung des Gebietes, 1983.

2. "Die ’Alte Heide’ bei Unna - ein Naherholungsgebiet im Lichte landschaftsökologischer Fragestellungen". Diplomarbeit von Dirk Süllentrop an der Universität Münster, Institut für Geographie und Länderkunde, April 1984.
Untersuchungsobjekt sind Uelzener Heide, Mühlhauser Mark und Lüner Holz.

3. "Mühlhausen/Uelzen - Geschichte, Natur und vieles andere"
von Josef Cornelissen.
Schriftenreihe der Stadt Unna, Band 18. 1. Aufl. 1986, 2. erw. Aufl. 1989. 190 Seiten DIN A4. ISBN 3-92 7082-18-X. Vergriffen.

4. "1100 Jahre Mühlhausen" - Festschrift zur Jubiläumsfeier vom 08. bis 12. August 1990
Redaktion Josef Cornelissen. Herausgegeben von der "Interessengemeinschaft Mehrzweckhalle" der Vereine und Organisationen in Mühlhausen/Uelzen. 100 Seiten DIN A 5. Mit Foto-Dokumentation über alle Vereine und ihre Gruppierungen.

5. Videofilm über die Jubiläumsfeier 1100 Jahre Mühlhausen, 1990, produziert von Alexander Mützner.

6. "Mühlhausen/Uelzen - Natur- und Landschaftsschutz - eine erste Bilanz"
von Josef Cornelissen. Erschienen Mai 1993. Herausgeber: NFG - Naturförderungsgesellschaft für den Kreis Unna e.V. 44 Seiten DIN A 4. Restexemplare Schutzgebühr 1,50 Euro.

7. Drei Videofilme über frühere "Plattdeutsche Abende" des Vereins und andere Aktivitäten.

8. "Haus Heyde bei Unna - Ein westfälischer Adelssitz in seinem wechselvollen Schicksal" von Josef Cornelissen (Schriftenreihe der Stadt Unna Band 35). Erschienen Nov. 1998. 352 Seiten DIN A 4 mit über 120 Fotos und Abbildungen, 40 Dokumenten-Wiedergaben, 14 Karten, Personenregister mit 1.300 Namen und bisher unveröffentlichtem Stammbaum der v. Bodelschwingh auf Heyde und Velmede. ISBN 3-927082-37-6.
Preis 15,- Euro einschl. MwSt. zzgl. Versandkosten, bei Abnahme von mindestens 4 Stück und Lieferung an dieselbe Anschrift 12,50 Euro. Der Erlös fließt dem Heimatverein zu.

9. Dia-Vortrag: "Haus Heyde - zu Unrecht vergessen", von Josef Cornelissen, 35 Fotos, 1999.

10. "Haus Heyde lebt weiter - 36 Bilder über ein außergewöhnliches Fleckchen Unna" von Josef Cornelissen (Schriftenreihe der Stadt Unna Band 46). Erschienen Januar 2005. 31 Seiten DIN A 4, ISBN 3-927082-49-X. Preis 2,- Euro.

11. Dia-Vortrag: "Ida von Bodelschwingh - eine bedeutende Frau aus Unna", von Josef Cornelissen, 63 Fotos, 2001.

12. Dia-Vortrag: "Ida von Bodelschwingh - eine bedeutende Frau aus Unna" (Ein Dia-Vortrag zu Papier gebracht) von Josef Cornelissen (Schriftenreihe der Stadt Unna, Band 42). Erschienen Dez. 2002. 3. verbesserte und aktualisierte Auflage 2009. 32 Seiten DIN A4. ISBN 3-927082-43-0. Preis 2,50 Euro.

13. "750 Jahre Uelzen" - Festschrift zur Jubiläumsfeier von Uelzen vom 26. bis 28: Mai 2000.
Redaktion Josef Cornelissen. Herausgegeben von der Interessengemeinschaft der Vereine und Organisationen in Mühlhausen/Uelzen. 180 Seiten DIN A 5. Mit Foto-Dokumentation über alle Vereine und ihre Gruppierungen. Vergriffen.

14. Videofilm über die Jubiläumsfeier 750 Jahre Uelzen, 2000, produziert von Manuel Mützner, 93 Minuten.

15. Schriftenreihe des Vereins für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen
zu unterschiedlichen Themen der beiden Unnaer Ortsteile.
Herausgeber Josef Cornelissen. DIN A 5, zwischen 12 und 60 Seiten. Soweit nicht vergriffen, Schutzgebühr 1,50 Euro, für Mitglieder kostenlos.
· Die Straßennamen in Mühlhausen/Uelzen (1985)
· Professor Rückert: Mühlhausen bei Unna (1985, ursprünglich erschienen: 1941)
· Magdalene Lategahn: Die Geschichte meines Heimatdorfes (1986, verfasst: 1937)
· Wilhelm Risse: Meine Heimatkirche (1987; verfasst: 1935/36)
· Carl Heuer - ein Maler aus Mühlhausen (1987)
· Nachlese zur Standortsuche für eine Reststoffdeponie (1991)
· Vie küert Platt (1994)
· Götz Loos: Die Pflanzenwelt von Mühlhausen - Uelzen (1996)
· Josef Cornelissen/Friedhelm Feiler: Über 300 Jahre Richtstätte in Unna-Uelzen (2012)

16. Poster: "Mühlhausen/Uelzen", herausgegeben vom Heimatverein, mit 19 Farbfotos aus einem Fotowettbewerb des Heimatvereins zur 1100-Jahr-Feier von Mühlhausen,
1990, gesponsert vom Hellweger Anzeiger. Preis: 1,50 Euro

17. Poster: "Winteransichten" von Konrad Erber, aus einem Fotowettbewerb des Heimatvereins zur 750-Jahr-Feier von Uelzen,
1999, schwarz/weiß und in Farbe, gesponsert vom Hellweger Anzeiger. Preis 3,50 Euro, 2 Stück 5,- Euro

18. Kalender 2000: "Mühlhausen/Uelzen kreativ - Kids und Künstler sehen ihr Dorf",
herausgegeben von der Interessengemeinschaft der Vereine und Organisationen von Mühlhausen/Uelzen zur 750-Jahr-Feier von Uelzen. Mit Bildern von Annika Trowe, Heike und Rebecca Kollakowski, Fritz Schallwig, Matthias Mauch, Philipp Friedrichs, Dorothee Palla, Anne Golisch, Michael Hackmann, Christian Drees. Vergriffen

19. Ansichtskarten von Mühlhausen/Uelzen, herausgegeben vom Heimatverein.
"Abendstimmung - Winterliches Motiv aus Mühlhausen/Uelzen", 1986. Foto: Karin Gniech.
"Grüße aus Mühlhausen/Uelzen - Ländliche Motive". Fotos: Erber, Thomas, Westermann
" ... so idyllisch ist Mühlhausen/Uelzen - Ländliche Motive", 1990, Fotos: Erber, Gniech, Westermann.
"Mühlhausen Uelzen - Öffentliche Gebäude", 1995, Fotos: Klaus Stimpel.
Preis je Karte 0,30 Euro, bei Abnahme von 10 Stück 0,25 Euro

20. Briefkarte "Folkbrachtstein mit Hütehund Tom" mit Umschlag, 2001. Foto: Gundel von der Crone. 3 Stück 2,50 Euro.

21. "Bahndamm – Lebensraum aus zweiter Hand, Beschreibung eines Ökosystems – 700 m des ehemaligen Bahndammes der Mühlhauser Mark (Unna)". Text von Wilfrid Loos/Rolf Böttger. Herausgeber: Krötenschutzgruppe der VHS Unna. September 1986, 49 Seiten DIN A4.

22. Faltblatt: "Daten zur Geschichte von Mühlhausen/Uelzen", 1987. Zusammenstellung J. Cornelissen. Stadt Unna, Der Staddirektor, Referat für Öffentlichkeitsarbeit.

23. Videofilme:
a: "Artenvielfalt in meinem Mühlhauser Naturgarten",
produziert von Norbert Schorsch, 2001.
b: "Impressionen aus Mühlhausen/Uelzen – kreuz und quer spaziert durch das Doppeldorf", etwa 60 Minuten,
produziert von Norbert Schorsch und Gimi Marmulla, Januar 2013.

24. "Dorf-Chronik Mühlhausen/Uelzen", 3. Fassung von Ende 2010, Verfasser: Josef Cornelissen. Herausgeber: Kreisstadt Unna in Verbindung mit dem Verein für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen; Schriftenreihe der Stadt Unna, Analysen und Meinungen, Band 58, ISBN 3-927082-61-9. Über 1.800 Daten mit rund 1.600 Stichwörtern im Index. Einwohner-Verzeichnisse aus den Jahren 1486, 1654, 1705, 1777, 1895, 1911, 1938, 1945, 1956. 95 Seiten DIN A4. Preis 3,- Euro.
Diese Dorf-Chronik ist seit dem 21.11.2002 im Internet unter www.chronik-muehlhausen-uelzen.de zu finden und wird dort jeweils in kurzen Zeitabschnitten aktualisiert (hierzu auf der links stehenden Navigationsleiste "Dorf-Chronik" anklicken). Siehe weiter unten unter C 2.

25. "60 Jahre danach - Zeitzeugen erinnern sich: Wie ich das Kriegsende 1945 in Mühlhausen/Uelzen erlebte." Redaktion: Cornelissen/Mühlhaus/Thomas. Herausgeber: Stadt Unna in Verbindung mit dem Verein für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen (Schriftenreihe der Stadt Unna, Band 47). Erschienen April 2005. 80 Seiten DIN A4. ISBN 3-927082-50-3. Preis 4,- Euro.

26. DVD: "Mühlhausen/Uelzen 2006/2007 - Ein Doppeldorf macht Bestandsaufnahme". Gestaltet von einem 13-köpfigen Fototeam innerhalb des Heimatvereins. Begleitmusik gespielt von Bewohnern der beiden Ortsteile. Herausgegeben von der Stadt Unna in Verbindung mit dem Heimatverein. Schriftenreihe der Stadt Unna, Band 52, Mai 2008, ISBN 3-927082-55-4. DVD mit über 1.500 Fotos, Begleitheft: 39 S. DIN A 5. Preis 6,- Euro.

27. "Kartierung und Untersuchung der Quellen und artesischen Brunnen im Bereich Unna-Mühlhausen". Diplomkartierung von Dirk Kleffmann am Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der Ruhr-Universität Bochum vorgelegt. (46 Seiten, 22 Anlagen)

28. Karte "Quellgebiet Mühlhausen/Uelzen". Erstellt vom Heimatverein Mühlhausen/Uelzen zusammen mit der Stadt Unna. Am 15.9.2013 an der Ecke der Ökozelle in Mühlhausen aufgestellt. Neben den Quellen zeigt die Karte die Landschaft im Norden der beiden Ortskerne mit den Veränderungen aufgrund der Naturschutzmaßnahmen in den drei letzten Jahrzehnten. Hier klicken

29. Geburtstagskalender mit 12 Ansichten aus Mühlhausen/Uelzen, dazu das Titelblatt mit Vereinslogo und Fotos der Schilder zum 1100-jährigen Jubiläum von Mühlhausen 1990 und zum 750-jährigen Jubiläum von Uelzen 1999. Aufnahmen von Norbert Schorsch. Ende August 2014. Preis 9,50 Euro.

30. "Der ’Tag der Weide’ und weitere Naturschutzaktivitäten im Osten Unnas. Das exemplarische Engagement des Naturschützers Karl-Heinz Albrecht" von Wilfrid Loos und Götz H. Loos. (Schriftenreihe ’Analysen und Meinungen’ der Kreisstadt Unna, Band 59). Erschienen März 2015. 126 Seiten DIN A4. ISBN 3-927082-62-7. Preis 3,- Euro.

Der Heimatverein besitzt ein Archiv, das vor allem die umfangreiche Sammlung Marawske mit zahlreichen alten Unterlagen, Fotos und Karten enthält sowie eine Anzahl anderer Unterlagen wie das Urkataster von 1828 und Bewertungen Mühlhauser Schüler der Jahrgänge 1860-1881. Das Archiv wird gern zur Einsicht und zur Erstellung von Kopien bereitgestellt.



B Beiträge über Mühlhausen/Uelzen in anderen Publikationen
I. im "Naturreport", Jahrbuch der Naturförderungsgesellschaft für den Kreis Unna e.V.:
a) von Josef Cornelissen:
aa) "Haus Heyde 1966 abgerissen: Nur die Bäume sind der Nachwelt geblieben". Band 3, 1999/2000, S. 97-99.
bb) "Die Landschaft positiv verändert: 20 Jahre Tag der Weide in Mühlhausen/Uelzen". Band 4, 2000, S. 41-43.
cc) "16 Grundstücke in zwölf Jahren: Viele Spender machens möglich: Landkauf für die Natur". Band 5, 2001, S. 102-107; ebenfalls in der Zeitschrift "Heimatpflege" des Westfälischen Heimatbundes, Ausg. Oktober 2002.
dd) "Einladung zum Spaziergang in Mühlhausen/Uelzen: Auf der Suche nach den Ursprüngen der Quellendörfer". Band 6, 2002, S. 20-27.
ee) "Zum Entwurf eines neuen Flächennutzungsplans: Kurzsichtiger kommunaler Egoismus zu Lasten einer vernünftigen Gesamtentwicklung". Band 7, 2003, S. 55-59.
ff) "Kein Grund zur Sorge - der Verein hat Zukunft: Heimat und Natur im Doppelpack". Band 8, 2004, S. 76-79.

b) von Hannelore Thomas
"In Mühlhausen entsteht eine neue Herde; Skudden - alte Landschafrasse als lebendiger Rasenmäher". Band 7, 2003, S. 108-110.

c) von Barbara Cornelissen
aa) "Luther-Eiche, Lutherin-Baum, Luther-Rose - Die Umweltgruppe der Lünerner Kirche hält Traditionen wach". Band 7, 2003, S. 89-93.
bb) "Auf dem Jakobsweg im Unnaer Osten, Natur und Kultur erleben - Grenzen überwinden". Band 14, 2010, S. 65-74.

II. im "Jahrbuch des Kreises Unna", früher "Heimatbuch Kreis Unna":
a) von Josef Cornelissen:
aa) "Auf den Spuren alter Adelssitze: Rätselhafter Wappenstein von 1661 entdeckt". Jahrbuch 2005, S. 98-102.
bb) "Das Quellgebiet Mühlhausen/Uelzen: Wasserfontänen schossen einst zwei Meter in die Höhe". Jahrbuch 2006, S. 64-71.
cc) "Todesurteil Stickhusten - Das Schicksalsjahr 1869; Die Familie v. Bodelschwingh verliert vier Kinder in nur zwei Wochen". Jahrbuch 2009, S. 18-31.
dd) "Über 300 Jahre Richtstätte in Unna-Uelzen – Zwei Kindsmörderinnen fanden hier den Tod". Jahrbuch 2012, S. 45-54.
ee) "Greuliche Mordtat anno 1802 – Von einem ’weiblichen Ungeheuer’ verleitet". Jahrbuch 2011, S. 57-58.

b) von Wilfried Loos:
aa) "Schafft Öko-Zellen - Naturschutz durch jedermann - In Unna praktiziert.". Heimatbuch Kreis Unna 1983, Band 4, S. 57-58.
bb) "Das Uelzener Beispiel - Hecken sind ein ganz besonderes Stück Natur". Heimatbuch Kreis Unna 1984, Band 5, S. 103-105.

c) von Thomas Griesohn-Pflieger:
aa) "Erinnerungen an den Naturschutz von morgen ’ Storksbach-Bruch’: Beispiel für andere Städte", Heimatbuch Kreis Unna 1987, S. 120.
bb) "Der Storcksbachbruch in Unna-Mühlhausen: Internationale Drehscheibe im Vogelflugverkehr.", Heimatbuch Kreis Unna 1990, Band 11, S. 95-97.

d) von Oliver Schönfeld: "Um 890 erstmals urkundlich erwähnt - Mühlhauser Mühle bleibt doch die älteste". Heimatbuch Kreis Unna 1995, Band 16, S. 54-55.

e) von Carsten Janecke: "Naturfreunde lassen ihnen freien Lauf - Quellen der Freude für Mühlhausen". Heimatbuch Kreis Unna 1998, Band 19, S. 108-109.

f) von Martin Hiß: "Felsklippen am Lünerner Bach - Verfallene Steinbrüche geben Einblick in die Kreidezeit. " Jahrbuch 2008, Band 29, S. 116-124, ISBN 978-3-9810-961-3-2.

g) von Friedhelm Feiler: "Gnadengesuch für eine Kindsmörderin anno 1691 – ’Dass einst die Magd war fromm und treu, bis sie verführet ward im Heu’". Jahrbuch 2011, S. 55-56.

III. von Martin Hiß, Jörg Mutterlose & Ulrich Kaplan:
"Die Kreide des östlichen Ruhrgebiets zwischen Unna und Haltern" (Exkursion D am 27. März 2008). In: Geologische Exkursionen in den Nationalen GeoPark Ruhrgebiet. Essen 2008, ISBN 978-3-00-023703-4. Spezielle Kapitel über den Steinbruch und die Quellen in Mühlhausen sowie die Saline Königsborn in Unna mit 21 Abbildungen.

IV. "Jakobswege - In 9 Etappen von Höxter über Paderborn nach Dortmund", 2010, Band 8, Etappe 8, S. 193, 207, 209, 213, herausgegeben vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

V. Im "Herbst-Blatt - Magazin für Unna"
von Josef Cornelissen:
"Mühlhausen/Uelzen - die Quellendörfer". Nr. 59, Juni 2010, S. 8–11.
"Ins Bimbergtal zu den ehemaligen Steinbrüchen". Nr. 62, März 2011, S. 25–27.
"Gott segne Land und Leute von Ueltzen – Wer kann weiterhelfen". Nr. 79, Juni 2015, S. 14.
"Rätselhafter Stein in Uelzen – Ein Stück von der ehemaligen Unnaer Siechenhauskapelle? ". Nr. 80, September 2015, S. 26/27.

VI. "111 Orte im Ruhrgebiet, die man gesehen haben muss" von Fabian Pasalk, 2. Band. Darin als Nr. 102 (S. 212/13) "Die Quellendörfer – Der Hellweg, der Jakobsweg und Unnas Mittelpunkt", Foto einer der beiden "Weidenquellen" mit dem am 27.7.2011 vom Heimatverein aufgestellten Findling.



C Internetpräsenz

1. Diese Homepage des Heimatvereins.

2. Dorf-Chronik Unna-Mühlhausen/Uelzen. Seit dem 21.11.2002 im Internet unter www.chronik-muehlhausen-uelzen.de
(hierzu auf der links stehenden Navigationsleiste "Dorf-Chronik" anklicken). Die PDF-Fassung ist kostenlos herunterladbar, ist am aktuellsten und hat eine bessere Suchfunktion.

3. Folgende Artikel in Wikipedia, bearbeitet von Josef Cornelissen: "Mühlhausen (Unna)", "Uelzen (Unna)", "Haus Heyde", "Carl Heuer", "Carl von Bodelschwingh", "Christoph Friedrich Steffen von Plettenberg", "Ernst von Bodelschwingh (Landrat)", "Friederike von Bodelschwingh", "Ida von Bodelschwingh", "Udo von Bodelschwingh".

4. Kurzbiographien über Friederike von Bodelschwingh (von Maria Perrefort/ Gustav-Lübke-Museum Hamm) und Ida von Bodelschwingh (von Claudia Puschmann und Kerstin Stockhecke/ Hauptarchiv der von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel) unter www.Frauenruhrgeschichte.de.



D Schilder, Aushänge

1. Flächen für die Natur
     a) Landkauf durch Heimatverein/NABU

(Die Grundstücke sind auf der Karte "Quellgebiet Mühlhausen/Uelzen" aufgeführt. Hier klicken)

Die vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreis Unna in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein gekauften Grundstücke haben folgende "Steckbriefe"
(für Einzelheiten auf der links stehenden Navigationsleiste anklicken: "Der Natur geholfen").

In der zeitlichen Reihenfolge des Ankaufs

In der Mühlhauser Mark östlich der Heerener Straße zwischen Ahlbach (im Süden) und Spanierkampweg, grenzt im Osten an die "Ahlbachwiesen":

Stand 4.11.2009

"Ahlbachkamp"
Diese 12 224 qm große Fläche (etwa 110 x 130 m), ein ehemaliger Acker, wurde am 21.6.1989 vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna e.V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen
für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Möglich wurde der Kauf durch viele Spenden Natur liebender BürgerInnen und durch die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Nach der Ernte im Herbst 1990 erfolgte die Übergabe des Grundstücks.
Am "Tag der Weide" 1991 (jeweils der 1. Samstag im Jahr) wurde eine etwa 200 m lange "Benjeshecke" aus Baumschnitt und Altholz auf der Westseite des Grundstücks aufgeschichtet.
Am Ahlbach entlang wurden eine Anzahl Kopfweiden
sowie andere Bäume und Sträucher gesetzt.
Anfang April 1991 folgte in der Südostecke die Pflanzung von zwei der in Nordrhein-Westfalen stark gefährdeten "reinen" Schwarz-Pappeln (Populus nigra). Sie wurden bei uns als Stecklinge
von einem Baum bei Hemer im nahen Sauerland gezogen und gehören zur Unterart der "Westlichen Schwarz-Pappeln" (Populus nigra subsp.betulifolia).
Weitere Pflanzungen wurden im Frühjahr 1992 vorgenommen.
Mitte Dezember 1991 legte der Kreis Unna den Teich an. Im März 1993 wurde die vorhandene Drainage weitgehend aufgehoben.
1997 wurden rund 5 400 qm des Grundstücks eingezäunt und seitdem als extensive Viehweide genutzt. Sie ist verbunden mit den angrenzenden "Ahlbachwiesen", die ebenfalls dem NABU Kreis Unna gehören.
Anfang 2004 wurde der Zaun ein Stück nach Norden bis an den Rand des Teichs versetzt, damit der Aufwuchs südlich des Teichs vom Vieh gefressen und dieser weniger beschattet wird.
Am 22./23.9.2009 wurde auf Initiative und Kosten der Bürgerstiftung Unna angrenzend an den Teich eine größere Fläche zur Schaffung eines Röhrichtbereichs ausgehoben, der vor allem dem Kuckuck bessere Lebensbedingungen geben soll. Die Baggerarbeiten führte ehrenamtlich Albrecht Blotenberg aus Uelzen aus.
Am Südende des Grundstücks, und zwar südlich des Ahlbachs befindet sich der 2 400 qm große "Rebhuhnacker", den 1988 die Familien Albrecht, Liesem und Rabeneck für den Naturschutz gekauft haben.
Das Gelände liegt etwa 73 m hoch und war noch auf der Topografischen Karte 1:25 000 von 1979 als Wiese eingetragen. Bis etwa 1910 verlief der bei Haus Döllberg in Nordlünern entspringende Ahlbach hier am Nordrand des Grundstücks.
Die beiden Grundstücke sind Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Auf der Südseite des alten Sportplatzes, im Osten an den Mühlbach grenzend:

Stand: 31.03.2004

"Erlenkamp"
Dieses Grundstück von 3 174 qm wurde Ende 1989 vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna e.V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für den Natur- und Landschaftsschutz erworben.
Möglich wurde der Kauf durch viele private Spenden und mit Hilfe des Landes NRW.
Am "Tag der Weide" 1990 wurden eine Anzahl Kopfweiden sowie Erlen, Eschen, Eichen, Weißbuchen, Kätzchen- und Korbweiden gepflanzt, vor allem am Mühlbach und am Quellbach entlang.
In einem langwierigen Antragsverfahren wurde schließlich im Juni 1993 die von Anfang an beabsichtigte Freilegung der verrohrten Quelle behördlich genehmigt.
(Sie entspringt unter dem neuen Sportplatz in der Nähe des östlichen Tores und wurde 1981 bei dessen Bau verrohrt; erst etwa 60 m nordöstlich tritt sie im Entwässerungsgraben zutage. Nach etwa 40 m verschwand sie schon wieder in einem Rohr unter dem alten Sportplatz und mündete zusammen mit einer westlich des ehemaligen Sportlerhäuschens entspringenden Quelle, deren Freilegung am 4. März 1995 erfolgte, weiter nordöstlich im Mühlbach. Diese Verrohrung erfolgte beim Bau des alten Sportplatzes im Jahre 1949.)
Die Anlage des neuen Bachbetts von 120 m Länge für die Quelle erfolgte am 17. März 1994 durch die Tiefbaufirma Düchting aus Hamm (Baggerführer: Albrecht Blotenberg aus Uelzen), der hierfür in besonderer Weise zu danken ist.
Die Quelle erhielt wegen der vielen dort angepflanzten Erlen den Namen "Erlenquelle".
Im April 1994 wurde der Teil nördlich des Bachbettes weitgehend mit Bäumen und Sträuchern bepflanzt. Am neuen Bachbett wurden weitere Erlen gesetzt (Sämlinge von der alten Erle am Spanierkampweg neben dem Ahlbachkamp). Der südliche Teil bleibt Wiese und wird einmal jährlich im Sommer oder Herbst gemäht. Im östlichen Zipfel soll sich eine Röhricht- und Hochstaudenflur entwickeln.
Das Flurstück am Mühlbach entlang (73 bis 75 m hoch) nennt sich "Paschwiesen". Der für Mühlhausen ungewöhnliche Name ist lateinischen Ursprungs und bedeutet "Weidewiese" (von pascere = weiden).

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Auf der Westseite der Heerener Straße, nördlich von Haus Nr. 135; Nordgrenze ist der Ahlbach:

Stand: 26.11.2014

"Rotkehlchenhain"
Dieser ehemalige Acker in der Größe von 26.563 qm (etwa 300 m lang und 85 m breit) wurde am 10.12.1992 vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna e. V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen
für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Möglich wurde der Kauf durch viele Spenden Natur liebender BürgerInnen
und durch die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das Flurstück, das auf der Nordseite durch den in Nordlünern entspringenden Ahlbach begrenzt wird, nennt sich "Auf´m Ahlbach" und liegt 71 m hoch.
Der Name "Rotkehlchenhain" wurde vor allem deswegen gewählt,
weil das Rotkehlchen "Vogel des Jahres" 1992 war.
Die Übernahme der Fläche erfolgte im August 1993
nach dem Abernten der Wintergerste.
Bereits am 2. Januar dieses Jahres, am "Tag der Weide" 1993, waren am Ahlbach entlang rund 100 Bäume und Sträucher gesetzt worden, davon 12 Kopfweiden.
Anfang 1994 wurde im Westen als Abgrenzung zum Nachbargrundstück eine so genannte Benjeshecke angelegt (Totholzstreifen mit Büschen und einzelnen Bäumen);
später folgte am Weg entlang eine weitere Benjeshecke.
Der Kreis Unna ließ den etwa 625 qm großen und 2,50 m tiefen Teich anlegen (Fertigstellung am 1.3.1994).
Am 11./12.3.1994 wurde im Osten zur Straße hin ein Feldgehölz mit rund 750 Bäumen und Sträuchern angelegt und der aus dem Aushub des Teiches
bestehende Wall bepflanzt.
Am 3.12.1994 wurde von 28 Baumpaten eine Streuobstwiese mit 34 hochstämmigen Obstbäumen angelegt (14 Äpfel, 12 Birnen, 3 Kirschen, 5 Zwetschen).
Gleichzeitig wurde am Weg entlang nach Westen hin Wildobst gepflanzt
(Mispeln, Quitten, Ebereschen und Kornelkirschen).
Westlich des Walls wurden am selben Tag 3 große Stieleichen eingesetzt.
Den größten Teil des Pflanzgutes stellte der Kreis Unna zur Verfügung. Später wurden aus verschiedenen Anlässen noch mehrere Obstbäume hinzugepflanzt.
Im Südwesten des Grundstücks wurde 1994 eine Anzahl Eschen gepflanzt, vor allem als Hinweis darauf, dass sich im Gebiet nördlich der beiden Ortskerne bei "Potenzieller natürlicher Vegetation" (wenn der Mensch nicht eingreifen würde) laut Professor Ernst Burrichter ein "Eschen-Auenwald mit Tendenz zum Eichen-Hainbuchenwald" ausbreiten würde, der in der Westfälischen Bucht mit nur 0,2 % Anteil höchst selten ist. Im Geographisch-landeskundlichen Atlas von Westfalen von 2006 wird dieses seltene Gebiet als "Traubenkirschen–Erlen–Eschen–Auenwald" klassifiziert. 12 der 1994 gepflanzten Eschen sind inzwischen (2014) hohe Bäume.
Zum Schutz der Obstbäume vor Mäusefraß wurden drei lange Stangen als Ansitz für Greifvögel aufgestellt sowie Stein- und Holzhaufen als Unterschlupf
für Wiesel, Iltis und Igel aufgeschichtet.
Der Großteil der Fläche ist seitdem Wiese, die - um eine große Artenvielfalt zu entwickeln - teils nur ein- oder zweimal im Jahr, teils nur alle drei Jahre gemäht wird. Seit einigen Jahren wird die gesamte Wiese in der Regel zweimal jährlich gemäht.
Im Winter 1994/95 wurden auf der Südseite des Ahlbachs neben dem Steinhaufen eine Anzahl Stecklinge der "reinen" Schwarz-Pappel (Populus nigra subsp. nigra). eingesetzt, die in NRW zu den "stark gefährdeten" Baumarten gehört. Sie stammen von einer Schwarz-Pappel etwa 700 m (Luftlinie) nordwestlich an der Brücke über den Ahlbach. Zwei der Stecklinge wurden später südlich des Teichs als einzeln stehende Exemplare umgepflanzt. Drei Exemplare stehen nebeneinander unmittelbar am Ahlbach. Alle fünf sind inzwischen hohe Bäume.
In Nord-Süd-Richtung laufen zwei Dränagen, die die südlich angrenzenden Äcker entwässern und in den Ahlbach münden.
Ein Dränagestrang mündet bei den drei echten Schwarzpappeln, der andere weiter östlich etwa auf der Mitte von dort bis zur Heerener Straße.
Am 15./16.2.2008 wurde der inzwischen weitgehend zugewachsene Teich mit Hilfe von Albrecht Blotenberg aus der Mesenhofstraße als Baggerführer
und der Tiefbaufirma Düchting freigelegt und erheblich vergrößert.
Vom 12. bis 15. 8. 2010 war hier unter großem Öffentlichkeitsaufgebot Staffelwechsel und Ruhepause für eine 220-köpfige Schafherde, die im Rahmen der Aktion "Europäischer Hirtenzug" von Berlin nach Brüssel wanderte.
Am 13.11.2011 wurden 28 Obstbäume fachmännisch beschnitten.
Ab 2014 erhielten die Obstbäume, soweit die Sorte bekannt war, und andere bemerkenswerte Bäume ein metallenes Info-Schildchen mit Name und Pflanzdatum.
Mitte November 2014 wurden als Ersatz für eingegangene/beschädigte Bäume drei Apfelbäume gepflanzt: Luxemburger Reinette, Finkenwerder Herbstprinz (nördliche Reihe), Dülmener Rosenapfel und die Wangenheimer Frühzwetsche (südliche Reihe). Alle Bäume wurden vom Kreis Unna gestellt.

Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




In der Mühlhauser Mark zwischen Spanierkampweg und der Verbindungsstraße zwischen Heerener Straße (Haus Nr. 170) und der Nordlünerner Straße (Haus Nr. 180):

25.8.2014

"Cornelkamp"
Diese 13.239 qm große Fläche (etwa 46 x 287 m) wurde zum 1.1.1995 vom NABU (Naturschutzbund) Kreisverband Unna e.V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für den Natur- und Landschaftsschutz erworben.
Ursprünglich war der nördliche Teil Wald, dann Acker, der südliche Viehweide, schließlich wurde die gesamte Fläche als Acker genutzt; 1994 lag sie brach.
Das Grundstück steigt von 72,5 auf 75,5 m an und gehört zur Mühlhauser Mark, deren Südgrenze das frühere Bett des Ahlbachs am Spanierkampweg entlang war.
Nunmehr ist der Großteil in der Mitte wieder Wiese
, die zweimal im Jahr gemŠht wird (nicht vor dem 10. Juni und ab Ende August).
Am Wald entlang wurde auf einem 15 m breiten Streifen ein Waldsaum aus unterschiedlichen Sträuchern und kleineren Bäumen angelegt mit einer Hochstaudenflur am Rand und in den Buchten.
Am Nord- und Südende wurde je ein kleines Gehölz gepflanzt verbunden mit einer Benjeshecke (abgeschnittenes Ast- und Strauchwerk).
Im Nordteil wurde aus Weidenästen ein Totholzhaufen als Unterschlupf für die verschiedensten Tiere aufgeschichtet. Auf der Westseite wurden in einer Reihe Wildobstbäume und -sträucher gepflanzt: Kornelkirschen, Ebereschen, Vogelkirsche, Wildapfel und -birne, Wildpflaume, Mispel, Sanddorn, Zimtrose, 3 Speierlinge (Sorbus domestica, gepflanzt Anfang 1998), Elsbeere ("Lutherin-Baum" = Sorbus torminalis, gepflanzt am 7.11.01, erste Früchte 2014), 2 Kreten oder Haferschlehen (Prunus insititia, aus Flensburg, gepflanzt am 31.1.2008). Hinzu kamen einige Einzelbäume aus Stecklingen oder Sämlingen von großen, alten Bäumen aus dem Bereich um Haus Heyde: Echte Schwarzpappel (nicht mehr vorhanden), Fahlweide, Esche.
Am 20.3.1997 pflanzte die Gelsenwasser AG in der Nordostecke eine Stieleiche anlässlich ihrer Spende von 5.000 DM zum Landkauf für die Natur.

Im August 1997 wurden bei einer Kartierung folgende fünf Arten Heuschrecken festgestellt: Gemeine Eichenschrecke, Gemeiner Grashüpfer, Gewöhnliche Strauchschrecke (häufig), Grünes Heupferd, Roesels Beißschrecke (häufig).
Der große Teich (625 qm Fläche, über 750 cbm Inhalt) im südlichen Teil wurde am 27.9.1996 ausgeschachtet. Hierfür ist vor allem der Tiefbaufirma Düchting aus Hamm zu danken, die den Bagger stellte und herantransportierte, und Albrecht Blotenberg aus Uelzen, der die Baggerarbeiten ausführte. Da der Teich begann zuzuwachsen und immer stärker beschattet wurde, erfolgte am 21.9.2009 eine Sanierung, wieder ausgeführt durch Albrecht Blotenberg mit einem Bagger der Firma Düchting. Dabei wurde der Teich vergrößert und etwas vertieft.

Im Verlauf des Jahres 2008 wurden folgende neun Libellenarten im Bereich des Teichs beobachtet: Frühe Adonislibelle, Hufeisen-Azurjungfer, Große Pechlibelle, Vierfleck, Großer Blaupfeil, Große Königslibelle, Falkenlibelle, Gemeine Becherjungfer, Kleines Granatauge; in vorhergehenden Jahren, so 2003, auch die bei uns seltenen Arten Fledermaus-Azurjungfer, Südlicher Blaupfeil, Falkenlibelle und Feuerlibelle.

Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Nördlich des Borgmühlwegs auf der Westseite des Storksbachs:

Stand: November 2010

"Nachtigallenbruch"
Diese 12 644 qm große Fläche (etwa 160 x 120 m) wurde 1994/95 durch Kauf und anschließenden Tausch vom Naturschutzbund Deutschland (NABU), Kreisverband Unna e.V. für den Natur- und Landschaftsschutz erworben.
Den 20%igen Eigenanteil brachte die NABU-Ortsgruppe Bergkamen/Kamen auf, die diese Fläche seit der Aberntung des Getreides im August 1995 betreut.
Sie taufte das Biotop "Nachtigallenbruch", weil die Nachtigall "Vogel des Jahres" 1995 war und hier noch Nachtigallen vorkommen.
Der bisherige Acker wurde dünn mit verschiedenen Gräsern, Rot- und Weißklee eingesät.
Am "Tag der Weide" 1996 (jeweils der 1. Samstag im Jahr) wurde die Dränage an drei Stellen unterbrochen.
Im Frühjahr 1996 wurde am Weg entlang eine dreireihige Hecke mit einheimischen Stäuchern (je 50 Weißdorn, Schwarzdorn, Faulbaum, Schneeball und je 25 Hundsrosen, Ebereschen, Feldahorn und Feldulmen) angelegt und durch Gestrüpp gegen Wildverbiss geschützt (sog. Benjeshecke). Teile der Hecke wurden inzwischen wiederholt auf den Stock gesetzt.
Auf der Ostseite am Storksbach (= 'Storchenbach') entlang wurden einige Kopfweiden, Erlen, Eschen, Ebereschen und Büsche eingesetzt. Im nördlichen Teil wurden nebeneinander zwei Eschen, inzwischen höhere Bäume, und weiter nach Osten drei "reine" Schwarz-Pappeln gepflanzt, die sich zu großen, freistehenden Solitärbäumen entwickeln sollen.
Die Schwarz-Pappeln, die in NRW zur Kategorie der "stark gefährdeten" Bäume gehören, sind Stecklinge von einem mächtigen, alten Exemplar etwa 750 m nördlich an der Brücke über den Ahlbach. Es handelt sich um die Unterart der Gewöhnlichen Schwarz-Pappel (Populus nigra subsp. nigra). Nur eine der Schwarzpappeln hat sich durchsetzen können und ist inzwischen ein ansehnliches Exemplar.
Der mittlere Teil des Grundstücks dient als extensives Grünland, das ein- oder zweimal jährlich gemäht wird.
Auf den breiten Randstreifen ringsherum hat sich wie geplant eine Hochstauden- und Röhrichtflur entwickelt. Dort wurden auch Weidenäste zu zwei Totholzhaufen aufgeschichtet.
Die westliche und nördliche Begrenzung des Grundstücks bilden die Schachtkuhlen, die 1867 bei der Anlegung des Bahndamms für die Strecke Hagen-Unna-Hamm entstanden, sich mit Wasser füllten und heute wertvolle Rückzugsgebiete für Pflanzen und Tiere darstellen.
Das Grundstück hat sich inzwischen zum Ehrenhain für Naturschützer entwickelt:
Am 24.2.1996 wurde im Westteil des Grundstücks für Willi Borchardt und am 26.10.1996 für Willy Weber, zwei "Aktive" der NABU-Ortsgruppe Bergkamen/Kamen, zu ihrem 75. Geburtstag jeweils eine große "Geburtstagseiche" gepflanzt und je eine Esche am 26.2.2000 für Hanns Wilhelm Niermann aus Unna und am 15.5.2001 im Ostteil für Heinz Herkenrath aus Holzwickede, für diese jeweils zum 80. Geburtstag.
Der Infokasten am Weg, der vom Ehepaar Postler aus Kamen und Frau Margenburg aus Bergkamen mit eigenen Fotos gestaltet wurde, ist zwischenzeitlich dem Vandalismus zum Opfer gefallen.
Die Bank in der Südostecke am Storksbach wurde im Mai 2006 von dem damaligen Ortsvorsteher Wisselmann aufgestellt.
Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen





In der Mühlhauser Mark südlich der Verbindungsstraße zwischen Heerener Straße (Haus Nr. 170) und der Nordlünerner Straße (Haus Nr. 180):

Stand 31.03.2004

"Am Waldrand"
Der Streifen östlich und zum Teil südlich dieses Waldstücks wurde Ende 1995 vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna e.V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen im Tauschwege für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Möglich wurde der Erwerb durch die Spenden vieler einzelner Bürger/-innen und mit Unterstützung des Landes NRW.
Insgesamt beträgt die Fläche 5.660 qm. Ein Teil davon, und zwar ein etwa 10 m breiter Streifen unmittelbar am Wald entlang, war schon im Rahmen des Waldrandprogramms auf Veranlassung des Kreises Unna nicht mehr bewirtschaftet worden.
Ziel ist, dass sich mit der Zeit ein natürlicher - abgestufter und in Buchten verlaufender - Waldrand entwickelt. Ein solcher Waldrand schützt den Wald vor Sturmschäden, bietet vielen Tieren Schutz und Deckung, ist artenreich und belebt durch seine natürlichen Formen das Landschaftsbild.
Zur Unterstützung der Entwicklung wurden im Winter 1996/97 an einigen Stellen Bäume und Sträucher aus der Umgebung eingesetzt (Eberesche, Wildkirsche, Weißdorn, Holunder, Hasel, Pfaffenhütchen).
Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Mühlhausen; östlich der Kläranlage auf der Nordseite des Mühlbachs:

Ostteil

"Am Mühlbach"
Diese 616 qm große Fläche (etwa 20 x 30 m) wurde 1996 im Tausch gegen den Südzipfel des Grundstücks "Am Waldrand" in der Mühlhauser Mark vom Naturschutzbund Deutschland, Kreisverband Unna e.V. (NABU) in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Möglich wurde der Erwerb durch viele Spenden naturliebender BürgerInnen und durch die Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Übergabe des Grundstücks erfolgte im Herbst 1996.
Im Winterhalbjahr 1996/97 wurden am Mühlbach entlang zwei Kopfweiden und einige Erlen gepflanzt. Die Erlen sind Sämlinge der alten Erle am Spanierkampweg neben dem Ahlbachkamp.
Auf der Fläche soll sich eine Hochstauden- und Röhrichtflur entwickeln. Auch der am Nordrand stehende Schwarzdorn soll sich weiter ausbreiten können.
Das Grundstück ist Teil des Mitte 1997 festgesetzten, etwa 190 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide - Mühlhauser Mark".
Das Gelände liegt etwa 71 m ü.d.M. und wird im Süden durch den Mühlbach begrenzt, der in Mühlhausen im Hof der früheren Schule (Fachwerkhaus Heerener Str. 39) entspringt und nördlich von Heeren-Werve in die Seseke mündet.
Im Osten grenzt das Grundstück an den "NABU-Storksbachbruch" , den der NABU Kreis Unna am 1.10.1985 für Naturschutzzwecke von der Stadt Unna gepachtet hat und seitdem betreut.
Der Wald im Norden des Grundstücks wurde in den 1970er Jahren von der Stadt Unna angepflanzt als Ausgleichsmaßnahme für die Karstadt-Ansiedlung in Königsborn.



Westteil

Am 19.5.2005 wurde die westlich angrenzende Mähwiese in der Größe von 6.758 qm erworben.
Die Übergabe erfolgte im Herbst 2006. Seitdem sind beide Grundstücke wieder vereinigt.
Am 30. und 31.1.2006 wurde ein 25 m x 12,5 m großer Teich angelegt. Das Ausbaggern nahm Albrecht Blotenberg aus Uelzen vor. Der Aushub in der Menge von 371 Tonnen oder etwa 220 Kubikmeter war auf eine Deponie abzutransportieren. Ende Februar/Anfang März 2006 wurden das gesamte Grundstück und der Teich (damit er nicht vom Vieh verschmutzt wird) mit einem Weidezaun umgeben.
Es ist jetzt extensive Viehweide und verbunden mit dem östlich anschließenden "NABU-Storksbachbruch".
Die Kosten für den Kauf des Grundstücks, die Anlegung des Teichs und für die Materialien des Weidezauns trug die NRW-Stiftung. Die Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft Kreis Unna (GWA) gestattete die kostenlose Ablagerung des Aushubs.

Die Grundstücke sind Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Mühlhauser Mark auf der Südseite des Spanierkampwegs, grenzt im Westen an den Ahlbachkamp:

Stand: 1.12.2015

"Ahlbachwiesen"
Die beiden Wiesen nördlich (24.540 qm) und südlich (10.912 qm) des Ahlbachs in einer Größe von insgesamt 35.452 qm wurden im Dezember 1995 vom Naturschutzbund Deutschland Kreisverband Unna e.V. (NABU) in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Möglich wurde der Kauf durch die Spenden vieler einzelner Bürger/-innen und mit Unterstützung des Landes NRW sowie der Nordrhein-Westfalen-Stiftung.
Übernommen wurden die beiden Wiesen nach Ablauf des Pachtvertrages am 1. November 1996.
Der bisherige Charakter der Fläche als offenes Grünland soll erhalten bleiben. Die Nutzung erfolgt nur noch sehr extensiv als Viehweide oder Mähwiese. Neuanpflanzungen waren daher nicht erforderlich.
Der Lauf des Ahlbachs, der wohl schon etwa 1910 umgelegt und begradigt worden ist, soll wieder naturnäher werden.
Der Weidezaun wurde an beiden Seiten des Ahlbachs um einige Meter zurückversetzt, um die Entwicklung einer Uferhochstaudenflur zu ermöglichen.
Die vorhandene Dränage wurde an zwei Stellen aufgehoben, damit sich die Wiesen wieder stärker vernässen.
2008 erweiterte die Stadt Unna den Ahlbach im Ostteil zu einem kleinen Teich und verbreiterte das Bachbett an mehreren Stellen.
Am 22.9.2009 wurde mit der ehrenamtlichen Hilfe von Albrecht Blotenberg aus Uelzen eine große Blänke im nordwestlichen Teil ausgebaggert. Sie wurde Ende März 2014 eingezäunt, um Verschmutzung durch die weidenden Rinder zu vermeiden.
Vom 23. –25. 8.2010 wurde der Ahlbach auf der Südseite auf 100 m um etwa 5 m verbreitert. Der Großteil des Erdaushubs wurde abgefahren. An mehreren Stellen des erweiterten Bachbetts wurde Schilf eingepflanzt. Durch den Schilfbestand soll vor allem dem Kuckuck geholfen werden. Finanziert wurde die Maßnahme von der Bürgerstiftung Unna, dem Land NRW und der EU. Als Baggerführer fungierte wieder ehrenamtlich Albrecht Blotenberg.
Im Herbst 2015 wurde die Blänke um rund 500 qm erweitert. Die Finanzierung erfolgte zu 70 % durch das Förderprogramm für Naturschutz des Landes NRW, die restlichen 30 % durch Spenden, und zwar vom Heimatverein Mühlhausen/Uelzen, der Bürgerstiftung Unna, dem NABU-Kreisverband Unna
und der Familie Hagemann in Unna.
Projektleiterin war wie schon 2009 bei Anlegung der Blänke Dipl. –Biologin Anke Bienengräber von der Ökologiestation in Bergkamen.


Die Fläche ist Teil des Mitte 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide/Mühlhauser Mark" .

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen
(Text unter: www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de >Noch mehr Information)




Info-Schild an den Ahlbachwiesen auf der Südseite des Spanierkampweges auf der Höhe des Teiches:

Stand: 19.10.2015

Teicherweiterung


Der vor Ihnen liegende, im September 2009 angelegte Tümpel wurde von August bis Oktober 2015 um rund 500 qm erweitert.
Dadurch werden nicht nur die Laichmöglichkeiten für Amphibien optimiert, sondern vor allem auch Wat- und Wasservögel angezogen. Dies gilt vor allem für Zugvögel auf ihrem Flug nach Süden und wieder zurück in den Norden. Der Teich soll frei, von weitem sichtbar, im offenen Grünland liegen und ohne Bepflanzung mit Büschen und Bäumen bleiben. Er ist von einem Zaun umgeben, damit die auf der Wiese weidenden Rinder ihn nicht verschmutzen.

Am 26. August 2015, dem dritten Tag der Baggerarbeiten, wurde wenige Stunden vor ihrer Beendigung eine nicht explodierte deutsche Granate von 7,5 cm Durchmesser aus dem 2. Weltkrieg entdeckt. Daraufhin stoppten die zuständigen Behörden zunächst alle Arbeiten. Am 8. September erfolgte durch eine Fachfirma aus Celle mit Spezialgeräten eine "Sondierung" des nördlich des Ahlbachs gelegenen,
knapp 25.000 qm großen Grundstücksteils nach Metallteilen bis auf 6 m Tiefe.
Diese stellte 18 verdächtige Stellen fest, die sie am 17. September mit einem kleinen Bagger einzeln untersuchte. Beim 18. Loch wurde eine kleine, nicht explodierte Bombe aus dem 2. Weltkrieg gefunden. Bei allen anderen Verdachtsmomenten handelte es sich, abgesehen vom Bruchstück einer landw. Maschine, um Raseneisenstein.
Am 28. September erfolgt die Freigabe des Grundstücks. Am 12. Oktober wurden die restlichen Baggerarbeiten erledigt und die Zaunpfähle gesetzt.

Finanziert wurde die Erweiterung zu 70 % durch das Förderprogramm für Naturschutz des Landes NRW über den Regierungspräsidenten in Arnsberg,
die restlichen 30 % durch Spenden, und zwar vom Heimatverein Mühlhausen/Uelzen, der Bürgerstiftung Unna, dem NABU-Kreisverband Unna und der Familie Hagemann in Unna.
Projektleiterin war Dipl. –Biologin Anke Bienengräber von der Ökologiestation in Bergkamen.


Das Grundstück, auf dem sich der Teich befindet, sind die "Ahlbachwiesen" in der Größe von 35.452 qm, die 1995 vom Naturschutzbund Deutschland Kreisverband Unna e.V. (NABU) in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben wurden.
Möglich wurde damals der Landkauf durch die Spenden vieler einzelner Bürger/-innen und mit Unterstützung des Landes NRW sowie der Nordrhein-Westfalen-Stiftung. Die Fläche ist Teil des Mitte 1997 festgesetzten, 200 Hektar großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide/Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V.
Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



Mühlhausen; am Ende des Wegs Im Erley beiderseits des Storksbachs:

Stand: September 2013

"Erleywiesen"
Mit Hilfe der "Nordrhein-Westfalen-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege" hat der NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna e. V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen durch Kauf und anschließenden Tausch die auf der Ost- und Westseite des Storksbachs-Süd gelegene Fläche in der Größe von 22.638 qm für den Natur- und Landschaftsschutz erworben
einschließlich eines Teils des "Im Erley" genannten Weges
(Den südlich des Storksbachs-Süd gelegenen "Storksbachbruch" mit zwei Quellen hat der NABU bereits seit 1985 von der Stadt Unna gepachtet und dort 1986 den großen Teich angelegt).
Die Übergabe der bis dahin als Acker genutzten Flächen an den NABU erfolgte im Herbst 1997.
Der Bereich westlich des Storksbachs wurde großenteils eingezäunt und wird seitdem als extensive Viehweide (maximal 2 Großvieheinheiten je ha) genutzt.
Im Frühjahr 1998 wurden am südlichen Teil des Storksbachs-Süd einige Bäume (Kopfweiden, Erlen, Eschen) und Sträucher gepflanzt und eine "modifizierte Benjeshecke" (locker aufgehäufter Baum- und Strauchschnitt mit einzelnen Heckenpflanzen) angelegt.
Der Teil östlich des Storksbachs diente zunächst als extensive Mähwiese. Im Herbst 1998 wurden dort etwa 10 Obstbäume (Birnen, Mispeln) gepflanzt.
Die Streifen unmittelbar am Bach sollen weitgehend von Bäumen und Sträuchern frei bleiben, damit sich das dort vorhandene Röhricht weiter ausbreiten kann.
Zwischen der neu eingerichteten Viehweide und dem Wald hat sich durch natürliche Sukzession ein Waldrand entwickelt. Außer drei kleinen Stieleichen (Sämlinge der alten - nicht mehr vorhandenen - Eiche des Mühlhauser Hofes Lategahn) wurde dort nichts gesät oder gepflanzt.
Inzwischen hat sich eine große Zahl Erlen selbst ausgesät. Der im Nordteil des Grundstücks in Rohren verlaufende Storksbach-Nord wurde am 29./30.10.1999 freigelegt. Hierfür ist in besonderer Weise der Tiefbaufirma Düchting aus Hamm zu danken, die den Bagger zur Verfügung stellte, und Albrecht Blotenberg aus Uelzen, der die Baggerarbeiten ausführte.
Im Frühjahr 2000 wurden der renaturierte Bachlauf und die Wälle entsprechend den Planungsvorgaben (vor allem Schwarzdorn, Weißdorn, Schwarzer Holunder, Hundsrose, Faulbaum, Weiden) bepflanzt.
Es handelt sich hierbei um "autochthone" Pflanzen, die aus dem Kreis Unna und teilweise sogar aus Mühlhausen/Uelzen stammen. So sind die beiden Stieleichen im Nordosten der Erleywiese/Ost Sämlinge von der großen Eiche des ehemaligen Hofes Schlünder in Mühlhausen (Heinrich-Lange-Weg 10).
Auf dem östlichen Wall stehen drei Ulmen, die in Europa durch das "Ulmensterben" selten geworden sind; eine von ihnen ist mit inzwischen mehr als 12 m Höhe der höchste Baum des Walls.
Im Frühjahr 2002 wurde die Wiese auf der Ostseite des Storksbachs eingezäunt und die Schutzhütte errichtet. Dort hält seit dem 21. Mai 2002 der "Skudden-Verein Mühlhausen/Uelzen" die stark gefährdete, kleinste deutsche Schafsrasse.
Das Flurstück am Ende dieses Weges nennt sich 'Erley'; dies bedeutet 'Ödland (= Ey), auf dem Erlen wachsen'.
'Storksbach' bedeutet 'Storchenbach'. Ob hier aber jemals Störche gebrütet haben, ist unsicher. Möglicherweise haben sie nur auf dem Vogelzug wegen der nassen Wiesen im Frühjahr und Herbst längere Zeit Rast gemacht.
Der Weg liegt 72 m über NHN.
Die auf der Westseite des Storksbachs gelegene Fläche ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



Erleywiesen/Ostteil
Am 8. Juni 1998 hat Norbert Schorsch aus Mühlhausen auf dem östlich des Ahlbachs gelegenen Teil der Erleywiesen die nachstehend aufgeführten 54 Pflanzen festgestellt. Die Ackerfläche war 1997 mit Mais bestellt. Nach dem Abernten erfolgte keinerlei Bearbeitung mehr. Die Pflanzen haben sich also im folgenden Jahr ohne menschliches Zutun eingestellt.

Acker-Gauchheil, Acker-Stiefmütterchen, Acker-Vergißmeinnicht, Bärenklau, Berg-Weidenröschen, Breitwegerich, Brunnenkresse, Echte Kamille, Einjähriges Bingelkraut, Floh-Knöterich, Futterwicke, Geknäueltes Hornkraut, Gemeiner Hohlzahn, Gewöhnlicher Erdrauch, Gewöhnliche Gänsedistel, Gewöhnliches Greiskraut, Goldrute, Große Brennessel, Hirtentäschelkraut, Hunds-Petersilie, Jakobsgreiskraut, Kanadisches Berufskraut, Kanadischer Katzenschweif, Klatschmohn, Klettenlabkraut, Knoblauchsrauke, Lanzett-Kratzdistel, Liegendes Johanniskraut, Löwenzahn, Rauhe Distel, Rauhhaariges Weidenröschen, Raukenblättriges Greiskraut, Schilf, Spießblättrige Melde, Strahlenlose Kamille, Vielsamiger Gänsefuß, Viersamige Wicke, Vogelmiere, Wasserdost, Wegrauke, Weißklee, Weißer Gänsefuß, Wiesenlabkrau, Wilder Lattich, Wildes Pfennigkraut, Winden-Knöterich,

Gräser
Fuchsschwanz, Gemeines Rispengras, Weiche Trespe, Weidelgras, Wiesen-Lieschgras

Bäume/Sträucher als Sämlinge
Bergahorn, Sibirischer Hartriegel, Stachelbeere

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



Mühlhauser Mark nördlich der Verbindungsstraße zwischen Heerener Straße (Haus Nr. 170) und der Nordlünerner Straße (Haus Nr. 180), nördlich des Cornelkamps:

Stand September 2013

"Am Spechtwald"
Dieses Gelände im Naturschutzgebiet "Uelzener Heyde - Mühlhauser Mark"; wurde im April 1997 vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) Kreisverband Unna e.V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes gekauft.
Möglich wurde der Kauf durch die Unterstützung des Landes NRW und die Spenden der Stadt Unna, der Stadtwerke Unna, der Gelsenwasser AG, der Wingas GmbH und zahlreicher Bürger.
Beim Kauf waren 5.205 qm der insgesamt 30.487 qm großen Fläche Wald. Der östliche Waldteil (120 x 45/26 m) erstreckt sich keilförmig bis an die Schachtkuhlen der 1968 stillgelegten Bahnlinie Königsborn-Welver und ist anscheinend in den 1960er Jahren angelegt worden. Reste von Bomben- oder Granattrichtern aus dem 2. Weltkrieg sind noch zu sehen. Der andere Teil ( 55 x 15 m) , ein Streifen im Nordwesten, besteht vorwiegend aus Eichen, die um 1900 gepflanzt wurden.
Die zuletzt mit Triticale bestellte Ackerfläche ist seit Herbst 1998 stillgelegt.
Der Großteil des bisherigen Ackers wurde zu extensivem Dauergrünland (ein- oder zweischürige Mähwiese).
Auf einem 10 m breiten Streifen auf der Ostseite entwickelt sich seit Herbst 1997 ein Waldrand. Zur Unterstützung wurde ein kleine Anzahl Pflanzen eingesetzt, die sich in der Umgebung ausgesät hatten (Stieleiche, Eberesche, Schwarzdorn, Weißdorn, Holunder, Heckenrose, Brombeere).
Am "Tag der Weide" 1998 (1. Samstag im Jahr) wurden zwei Totholzhaufen aus abgesägten Weidenästen aufgeschichtet.
Am 17. 2 1999 wurde auf der Süd- und Westseite eine dreireihige Hecke angepflanzt. Die etwa 340 Sträucher hierfür (Schwarzdorn, Wildrose, Weide, Hartriegel, Weißdorn, Korbweide) wurden vom Umweltzentrum des Kreises Unna bereitgestellt, die sie aus Pflanzen vermehrt hatte, die "seit Menschengedenken" irgendwo im Kreis Unna wachsen.
In den beiden Hecken wurden drei große Durchlässe frei gelassen.
Am 20.6.1999 wurde in der Südwestecke eine Stieleiche gepflanzt, die von der Eichel einer großen Eiche des ehemaligen Hofes Lange in Mühlhausen stammt (steht am Rand des Grundstücks Heinrich-Lange-Weg 1).
Am 25.2.2000 wurden im Norden des Grundstücks zur Bildung eines Waldrandes 85 Sträucher (Schwarzdorn, Weißdorn, Faulbaum, Wildapfel, Weide) eingesetzt, ebenfalls "autochthone" Pflanzen vom Umweltzentrum Westfalen.
Der Name "Am Spechtwald" für das neue Biotop wurde gewählt, weil der Buntspecht " Vogel des Jahres 1997 " war und im angrenzenden Wald der Specht noch seine Bruthöhlen hat.
Die Fläche liegt 72,5 m hoch und diente in früheren Jahrhunderten als gemeinsame Waldweide für das Vieh von Mühlhausen.
Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Uelzener Heide; zwischen Schwertlacke und Mühlbach:

Stand: Juni 2013

"Am Katzenteich"
Diese Grünlandfläche in der Größe von gut 3 Hektar (30 273 qm) im 1997 festgesetzten Naturschutzgebiet "Uelzener Heide/Mühlhauser Mark" wurde im Dezember 1997 vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna e. V. in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Möglich wurde der Kauf durch die Unterstützung des Landes NRW und Spenden des NABU, des Heimatvereins, der Stadt Unna und zahlreicher Bürger.
Die 70-71 m hoch gelegene Fläche wird begrenzt im Osten durch den Mühlbach, im Norden durch einen Entwässerungsgraben und im Süden durch Flächen, die der Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR, heute RVR) für den Naturschutz erworben und hergerichtet hat.
Nach dem vorliegenden Kartenmaterial (seit 1805) war die Fläche schon immer Grünland.
Der Ankauf für den Naturschutz stellt dies auch für die Zukunft sicher.
Auch die bisherige Nutzung (1/3 Mähwiese, 2/3 Viehweide) wird fortgesetzt, jedoch nunmehr extensiv (keine Düngung, maximal zwei Großvieheinheiten je Hektar).
Am Mühlbach und am Abflussgraben entlang wurde ein breiter Streifen abgezäunt, damit sich dort eine Hochstauden- und Röhrichtflur durch natürliche Sukzession entwickeln kann.
Anfang Februar 1999 wurden vom Heimatverein auf einem 8 m breiten Streifen am Weg entlang eine Anzahl autochthoner Bäume und Sträucher gepflanzt, d. h. Sämlinge oder Ableger von Pflanzen, die seit jeher in Mühlhausen/Uelzen wachsen.
An der Südgrenze des Grundstücks stehen neben einigen hohen Pappeln drei alte Eichen. Das östliche Exemplar - mit einem teilweise hohlen Stamm - ist als Naturdenkmal ausgezeichnet.
Im Sommer/Herbst 2010 wurde vom Lippeverband im Rahmen der Renaturierung des Kortelbachs ein geschlossener Abwasserkanal in etwa 4 m Tiefe rund 10 m östlich parallel zum Weg verlegt.
Als gewissen Ausgleich für den schweren Eingriff legte der Lippeverband am 25.3.2011 eine 20 m x 10 m große Blänke zwischen Weg und Kanal an und ergänzte die bestehende Hecke am Weg entlang im April 2013 durch eine Reihe einheimischer Sträucher.
Mitte Oktober 2010 wurde an der Nordgrenze entlang dem Abflussgraben eine 100 m lange und 5 m breite Blänke ausgehoben. Dort soll sich Röhricht ausbreiten, um vor allem dem Kuckuck zu helfen. Der Erdaushub wurde breitflächig im südwestlichen Teil des Grundstücks ausgebracht, wo die Vegetation bisher sehr artenarm war. Finanziert wurde die Maßnahme von der Bürgerstiftung Unna, dem Land NRW, der EU und Spenden an den NABU.
Der Name "Am Katzenteich" wurde für das Biotop gewählt, weil sich nahe der Nordwestecke des Grundstücks auf der anderen Wegseite ein Tümpel befindet, der "Katzenteich" genannt wird.

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Uelzen; Ostseite der Bahnlinie Unna-Hamm, südlich des Mühlbachs:

Stand: 3.11.2009

"An der Gräfte"
Diese Fläche hier in der Größe von gut 1 1/2 Hektar (16 612 qm) wurde zum 1. September 2000 vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna e.V. in Verbindung mit dem Verein für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen für den Natur- und Landschaftsschutz erworben.
Möglich wurde der Kauf durch Unterstützung seitens des Landes NRW, der Stadt Unna, der Sparkasse Unna und durch Spenden zahlreicher Bürger.
Das etwa 72 m hoch liegende Grundstück befindet sich im südwestlichen Bereich des 1997 festgesetzten Naturschutzgebietes "Uelzener Heide/Mühlhauser Mark" und ist Teil des "Biotopverbundsystems Unna-Ost".
Es wird im Norden durch den Mühlbach begrenzt, im Westen und Osten durch Wassergräben, die allerdings im Sommer und Herbst meist trocken fallen. Der von Süden kommende öffentliche Weg endet an der Grundstücksgrenze.
Die zuletzt als Acker bewirtschaftete Fläche wird nunmehr ganz überwiegend als extensives Weideland genutzt (maximal 2 Großvieheinheiten je Hektar). Auch in früheren Zeiten war sie Weideland.
Die Beweidung erfolgt zur Zeit durch sehr genügsame Schottische Hochlandrinder, die das ganze Jahr hindurch draußen bleiben können und Zugang zu der südlich angrenzenden Fläche der Stadt Unna haben.
Bei der Errichtung des Weidezauns wurde auf der West-, Nord- und Ostseite jeweils ein breiter Streifen abgetrennt, damit sich eine Hochstauden- und Röhrichtflur entwickelt.
Auf dem 15 m breiten Streifen auf der Nordseite zum Mühlbach hin wurde eine Hecke aus einheimischen Sträuchern angelegt.
Die beiden Teiche (50 m weiter nördlich und auf dem südlich angrenzenden Gelände der Stadt Unna) wurden aus dem Weidegelände herausgehalten, um sie vor Trittschäden durch das Weidevieh zu schützen.
Sie sind wohl erst beim Bau der hier verlaufenden Eisenbahnlinie Hagen-Unna-Hamm entstanden, die 1867 in Betrieb gegangen ist.
Zwischen beiden Teichen erstreckte sich eine lang gezogene Mulde, die im Winter und Frühjahr meist mit Wasser gefüllt war, wobei sich dann eine große Wasserfläche bildete. Die Mulde wurde erst vor einigen Jahren mit Erde aufgefüllt.
Im Juni 2008 wurde vom Lippeverband im Rahmen der Renaturierung des Kortelbachs ein geschlossener Abwasserkanal in etwa 3,5 m Tiefe von der Kläranlage quer durch das Grundstück verlegt.
Da der nördliche Teich durch zunehmenden Bewuchs immer stärker beschattet wurde, erfolgte am 17./18.9.2009 eine Sanierung mit der ehrenamtlichen Hilfe von Albrecht Blotenberg aus Uelzen als Baggerführer. Dabei wurde der Teich vergrößert und etwas vertieft.
Der Name "An der Gräfte" für das neue Biotop wurde gewählt, weil der die östliche Begrenzung bildende Graben seit jeher "Gräfte" genannt wird. Die Bezeichnung dürfte darauf zurückgehen, dass der im Dorfkern liegende ehemalige Hof Schluckebier (jetzt Kortmann) ursprünglich von einer Gräfte umgeben war und der Graben den Abfluss bildete. Möglicherweise war dieser Hof früher das "Schloss" des Rittergeschlechts "von Uelfersen", das hier bereits im 13. Jahrhundert ansässig war.

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Mühlhauser Mark, nördlich des Spanierkampwegs:

Stand: 20.6.2013

"Waldwiese"
Diese Wiese rechts vor Ihnen, auf zwei Seiten von Wald umgeben,
in der Größe von 2.421 qm wurde am 20.6.2013
vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna
in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen
für den Naturschutz gekauft.
Die finanziellen Mittel dazu kamen aus Spenden
und vor allem aus dem ELER
(Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes).

Die Neuerwerbung ist eine ideale Ergänzung zum links angrenzenden Cornelkamp, der schon Ende 1994 vom NABU
zusammen mit dem Heimatverein erworben wurde.

Die Wiese soll weiterhin Wiese bleiben, aber ebenso wie der Cornelkamp
nur extensiv bewirtschaftet werden:
Sie wird zweimal im Jahr gemäht, und zwar nicht vor dem 10. Juni
und dann wieder ab Ende August.
Sie wird nicht gedüngt und selbstverständlich werden
keine sogenannten "Pflanzenschutzmittel" eingesetzt.

Im Frühjahr steht die Mitte der Wiese regelmäßig unter Wasser.
Möglicherweise verlief hier früher ein Wasserlauf hin zum nahen Ahlbach,
der bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts
hier am Spanierkampweg entlang floss.
Wie noch an einzelnen alten Balken, die als Zaunpfosten dienten, zu erkennen ist,
war die Fläche in früheren Zeiten eine eingezäunte Viehweide.

Die "Waldwiese" liegt wie das Gebiet ringsum
in dem knapp 200 Hektar großen
Naturschutzgebiet Uelzener Heide/Mühlhauser Mark,
das 1997 festgesetzt wurde.

Links hierneben beginnt ein Pfad zu dem schon 1996 angelegten Teich.
Er ermöglicht Ihnen aus nächster Nähe einen Blick
auf das Wasser und die gesamte Naturschutzfläche.

Bitte stören Sie nicht diese Idylle!
Bleiben Sie auf dem Pfad und lassen Sie keine Hunde im Teich schwimmen.

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




1. b) Vom NABU angepachtet, hergerichtet und betreut

Mühlhausen; zwischen der Verlängerung der Straße In den Bruchgärten und der Straße im Erley; auf der Südseite des Storksbachs(-Süd):

Stand 31.03.2004

Diese von Mühlbach und Storksbach auf drei Seiten umflossene Wiesenfläche ist der
NABU-Storksbachbruch
Er gehörte bereits zum 1989 festgesetzten ersten Naturschutzgebiet auf Unnaer Boden, dem "Quell- und Feuchtgebiet Mühlhausen", 1987 wurde er Teil des neuen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide/Mühlhauser Mark", des zurzeit größten im Kreis Unna. Der NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreisverband Unna hat in Verbindung mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen den Großteil des heute knapp 2,9 Hektar umfassenden Areals seit dem 1.10.1985 von der Stadt Unna zu einem symbolischen Preis gepachtet.
Auf dem Gelände befinden sich zwei starke Quellen, die den vom NABU im Sept./Okt. 1986 in Eigenhilfe angelegten Teich speisen und den größten Teil des Wassers für den Storksbach liefern.
Am "Tag der Weide" 1986 wurden an den Bachläufen 55 Kopfweiden gepflanzt. Die Bepflanzung des Walls auf der Südseite, der aus dem Teichaushub entstand, folgte im Winter 1986/87.
Eine Hälfte des Areals dient als extensive Viehweide, die andere Hälfte wird teils jährlich, teils alle 3, teils alle 5 Jahre gemäht, damit sich eine große Pflanzenvielfalt entwickeln kann.
Am 1.11.1987 wurde auf der Südseite eine Beobachtungskanzel errichtet. Vandalismus führte zu ihrer Zerstörung. Im Februar 2003 wurde sie durch einen ebenerdigen Beobachtungsstand ersetzt. Auch er ist so konstruiert, dass die Vögel durch die Beobachtung nicht gestört werden.
Schon bald wurde das Gelände - wie es ein Experte bereits 1990 im Heimatbuch Kreis Unna beschrieb - eine "Internationale Drehscheibe im Vogelflugverkehr" . Im Frühjahr und Herbst rasten hier viele Zugvögel, zum Teil seltene Arten.

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1. c) Grundstücke des Regionalverbandes Ruhr
An einigen Grundstücken, die der Regionalverband Ruhr (RVR) Ende 1991 in Mühlhausen/Uelzen für Naturschutzzwecke gekauft hat und die zum Teil bis 2006 vom Heimatverein betreut wurden, hatten die "Steckbriefe" folgende Texte (alle in der Schwertlacke in Uelzen vom ehemaligen Hof Potthof):

Unmittelbar nördlich des Besitztums Zühlke zwischen Schwertlacke und Bahnlinie Unna-Hamm:

Stand: 12.09.2004

Obstwiese "Auf´m Köttchen"
Die vor Ihnen liegende Wiese, etwa 10.000 qm groß, wurde im Dezember 1991 auf Initiative des Vereins für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen und des NABU (Naturschutzbund) Kreisverband Unna e. V. vom Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR, heute RVR) für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Im Frühjahr 1992 ließ der KVR den Abflussgraben einer Quelle, die am ehemaligen Hof Potthof (heute Familie Zühlke) entspringt, sowie einen verlandeten Teich wieder freilegen.
Die Bäume auf der Nordseite wurden am "Tag der Weide" 1992 (jeweils 1. Samstag im Jahr) in einer gemeinsamen Aktion geschneitelt, um das Auseinanderbrechen der Bäume zu verhindern und sie dadurch zu erhalten.
Im Dezember 1992 ließ der KVR 70 hochstämmige Obstbäume pflanzen, und zwar alte, bewährte Sorten.
Äpfel: Jakob Lebel, Prinz Albrecht von Preußen,
Birnen: Gräfin von Paris, Köstliche von Charneu, Vereins-Dechantsbirne,
Süßkirschen: Schneiders späte Knorpel, Hauszwetsche,
je Sorte 10 Stück.
Am 1. November 1992 übernahm der NABU das Grundstück und sorgte zusammen mit dem Heimatverein bis 2006 für die Betreuung und weitere Pflege. Eine Anzahl Bäume wurde nachgepflanzt.
Die Obstwiese wird als extensive Viehweide genutzt, deshalb der Drahtschutz an den einzelnen Bäumen. Derartige "Streuobstwiesen" sind ein besonders wertvoller Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten. Der allein stehende Baum rechts vorn (mit besonders hohem Drahtschutz) ist ein "Uelzener Rambour", der vom Heimatverein am 24.3.1999 zum 750-jährigen Jubiläum von Uelzen gepflanzt wurde. Es handelt sich dabei um eine sehr seltene Apfelsorte, die im 19. Jahrh. (oder schon früher) durch Mutation in der Nähe der Stadt Uelzen in der Lüneburger Heide entstanden ist.
Das Grundstück, knapp 73 m über dem Meer gelegen, gehörte zu dem Ende 1984 aufgegebenen Hof Potthof und wurde nach den verfügbaren Karten schon immer als Wiese oder Weide genutzt.
Der Tümpel rechts an der Straße, der stark verlandet war, wurde am 11.9.2004 im Rahmen von Pflegearbeiten wieder freigelegt. Wie sich dabei herausstellte, war der Tümpel früher tiefer als heute.
Das Flurstück hier nennt sich "Auf'm Köttchen". Im vorderen Bereich des Grundstücks oder etwas nördlich davon lag noch 1828 das Gut Vaerst, das schon um 1220 als Hof "Vorste" im Eigentum des hochadligen Damenstiftes Essen erwähnt wurde.

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen


Seit 2006 wird das Grundstück von einem Uelzener Landwirt entsprechend den Vorgaben des RVR genutzt.


Am Abzweig zur Borgmühl auf der Westseite der Schwertlacke:

Stand: 31.03.2004

"Kiebitzwiese"
Der vor Ihnen liegende, 14.451 qm große, ehemalige Acker wurde im Dezember 1991 auf Initiative des Vereins für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen und des NABU (Naturschutzbund) Kreisverband Unna e.V. vom Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR, heute RVR) für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Er wurde am 1. November 1992 vom NABU übernommen, der zusammen mit dem Heimatverein das Grundstück für den Naturschutz herrichtete und bis 2006 die Betreuung und Pflege durchführte.
Bereits im Frühjahr 1992 wurden am östlichen Teil des Entwässerungsgrabens 9 Kopfweiden gesetzt, weitere 16 am "Tag der Weide" 1993 am westlichen Teil.
Im Dezember 1992 ließ der KVR an der Ostseite und im Nordwesten eine mehrreihige Hecke pflanzen (etwa 25 und 120 m lang).
Die freistehende Eiche vorne rechts wurde am 20.3.1992 im Rahmen einer Pressekonferenz gepflanzt, bei der die vom KVR für den Naturschutz angekauften Flächen (insgesamt etwa 11 Hektar in Uelzen) der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.
Anfang 1994 wurde im Westteil als freistehender Baum eine der in Nordrhein-Westfalen stark gefährdeten "reinen"Schwarz-Pappeln (Populus nigra) gepflanzt. Sie wurde bei uns als Steckling von einem Baum bei Hemer im nahen Sauerland gezogen und gehört zur Unterart der "Westlichen Schwarz-Pappeln" (Populus nigra subsp. betulifolia).
Die "Kiebitzwiese" gehört zum Flurstück "An den Höltern" und liegt knapp 73 m hoch. Wie alte Karten ausweisen, wurde sie auch früher als Wiese oder Weide genutzt.
Bis etwa 1960 war dieses Gelände Teil der Rieselfelder, auf denen die Abwässer von Unna mittels eines ausgeklügelten Systems von Rinnen aus Betonschalen verteilt wurden und versickerten.
Im nicht gemähten Bereich vorne rechts, wo jetzt die freistehende Eiche steht, lag früher ein großer Teich, der bei Aufhebung der Rieselfelder mit den Betonschalen zugekippt wurde.
Anfang April 2000 wurde vom KVR im mittleren Teil eine Blänke ausgeschoben, die vor allem dem Schutz des in Nordrhein-Westfalenstark gefährdeten Laubfrosches dienen soll.
Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen


Seit 2006 wird das Grundstück von einem Uelzener Landwirt entsprechend den Vorgaben des RVR genutzt.


Uelzener Heide; nordwestlich der Kiebitzwiese, wo die Schwertlacke nach Norden abbiegt:

Stand: 31.03.2004

Wiese "Auf den Höltern"
Diese beiden ehemaligen Äcker, getrennt durch eine Hecke, insgesamt etwa 16.746 qm groß, wurden im Dezember 1991 auf Initiative des Heimatvereins Mühlhausen/Uelzen vom Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR, heute RVR) für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Die Fläche wird seitdem als Wiese oder Viehweide genutzt.
Im Dezember 1992 wurde auf der West- und Ostseite je eine mehrreihige Hecke angepflanzt (etwa 140 m und 90 m lang). Ringsum wurde ein Zaun angelegt für das Weidevieh.
Im Frühjahr 1993 wurde die gesamte Fläche mit Gras eingesät. Die Wiese wird extensiv bewirtschaftet (geringer Viehbesatz bzw. später Mähtermin, Beschränkung der Düngung, keine so genannten Pflanzenschutzmittel).
Die beiden Grundstücke gehörten ehemals zu dem 1984 aufgegebenen Hof Potthof (heute Familie Zühlke), weiter südlich am Bahndamm gelegen.
Das Flurstück heißt "Auf den Höltern" und liegt etwa 72 m hoch.
Auf älteren Karten ist das östliche Grundstück meist als Grünland, das westliche als Acker eingezeichnet.
Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Uelzen; westlich der Bahnlinie Unna-Hamm:

Stand: 31.03.2004

"Wiese am 1. Schwietlaker Weg"
Der rund 37.000 qm große ehemalige Acker (etwa 250 m x 150 m) auf der Nordseite des 1. Schwietlaker Weges wurde im Dezember 1991 auf Initiative des Heimatvereins Mühlhausen/Uelzen vom Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR, heute RVR) für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Das Gelände wird nunmehr als extensive Wiese oder Viehweide genutzt. Das heißt vor allem, dass das Gras erst zu einem späten Termin gemäht wird oder dort nur eine relativ kleine Anzahl Vieh weidet. Die Düngung ist beschränkt; es werden auch keine so genannten Pflanzenschutzmittel ausgebracht.
Im Dezember 1992 wurde rings um das Gelände eine mehrreihige Hecke angepflanzt mit breiten Lücken, die einen Ausblick in die Landschaft ermöglichen, und die Umzäunung angelegt.
Die Einsaat mit Gras erfolgte im Frühjahr 1993.
Im Sommer 1993 wurde im Südwesten des Grundstücks, wo im Winter häufig Wasser stand, eine Feuchtstelle oder Blänke ausgeschoben.
Das Grundstück gehörte früher zu dem Ende 1984 stillgelegten Hof Potthof (etwas weiter nördlich am Bahndamm gelegen), der schon auf dem "Urmesstischblatt" von Mühlhausen/Uelzen aus dem Jahre 1839 namentlich aufgeführt ist.
Das Flurstück nennt sich "Schwertlacke", möglicherweise von "schwarzer Lache", weil das Grundwasser hier früher wohl häufig eine große Wasserfläche bildete.
Der Weg hier, die "Schwertlacke", ist schon auf der Urkarte von 1839 eingezeichnet und wahrscheinlich Jahrhunderte alt. Dagegen sind die beiden nach Westen abgehenden Wege - der 1. und 2. Schwietlaker Weg - erst im Rahmen der so genannten " Separation " (eine Art Flurbereinigung zur Zusammenlegung verstreuter Grundstücke) zwischen 1907 und 1910 angelegt worden. Damals haben auch die meisten anderen Wege in Mühlhausen/Uelzen ihren heutigen Verlauf erhalten.

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Uelzener Heide, zwischen Schwertlacke und Mühlbach, südlich an das Grundstück "Am Katzenteich" angrenzend:

Stand: 31.03.2004

Diese große Wiese
"Kötters Weide am Schwarzen Weg" rund 34.000 qm groß (etwa 200 m x 170 m) wurde im Dezember 1991 auf Initiative des Heimatvereins Mühlhausen/Uelzen vom Kommunalverband Ruhrgebiet (KVR, heute RVR) für Zwecke des Natur- und Landschaftsschutzes erworben.
Der teilweise verlandete Wassergraben im östlichen Teil wurde im Frühjahr 1992 vom KVR wieder frei geschoben. Dahinter wurde ein Feldgehölz angelegt und am nördlichen und nordöstlichen Rand eine mehrreihige Hecke gepflanzt (insgesamt etwa 370 m).
Die Anpflanzungen wurden mit einem Drahtzaun umgeben, damit das Weidevieh die Pflanzen nicht beschädigt.
Die Wiese, die zu dem 1984 aufgegebenen Hof Potthof gehörte, wird weiter als Viehweide genutzt, aber nunmehr nur noch extensiv (reduzierte Viehzahl, eingeschränkte Düngung, keine so genannten Pflanzenschutzmittel).
Im südlichen Teil der Wiese war schon 1983 von der Stadt Unna zusammen mit Mühlhauser und Uelzener BürgerInnen ein Biotop mit Teich angelegt worden.
Bis zur "Separation" (eine Art Flurbereinigung zur Zusammenlegung verstreuter Grundstücke) in den Jahren 1907 - 1910 führte quer durch das Grundstück in östlicher Richtung ein Weg zur Borgmühl und weiter zur heutigen Heerener Straße.
Das heutige Gut Borgmühl (Familie Wisselmann) - von hier aus etwa 450 m entfernt - geht auf ein früheres Wasserschloss der Ritter von Sprenge zurück, das bereits seit 1283 nachweisbar ist.
Hierzu gehörte eine Wassermühle ("Burgmühle"), die aber schon 1755 nicht mehr in Betrieb war. Das Gelände südlich des früheren Weges bis zum Mühlbach nannte sich Mühlenkamp.
Das Grundstück ist Teil des 1997 festgesetzten, knapp 200 ha großen Naturschutzgebietes "Uelzener Heide-Mühlhauser Mark".

NABU Kreisverband Unna e. V./Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




1. d) Grundstück des Kreises Unna
Info-Schild aufgestellt am 11.6.2011 bei der dritten Auflage der Aktion "Offene Gärten" der Bürgerstiftung Unna.

An der Ecke Heerener Straße/Spanierkampweg, etwas nördlich von Haus 135:

Stand: 06.09.2011

Naturschutzfläche "Heerener Straße/Ahlbach"
des Kreises Unna

Das Biotop zwischen Ahlbach im Süden und dem Spanierkampweg hier
erstreckt sich von der Heerener Straße bis zum "Ahlbachkamp" des NABU im Osten.

Es ist knapp dreieinhalb Hektar groß (34.470 Quadratmeter).
Ursprünglich bestand es aus drei Grundstücken, die bis dahin als Acker genutzt
und nacheinander in den Jahren 1988, 1991 und 1993
vom Kreis Unna im Rahmen des 1984 eingerichteten
"Biotopverbundsystems Unna-Ost" erworben wurden.

Im Herbst 1989 ließ der Kreis Unna zwei Bacharme mit einem Teich ausbaggern.
Gleichzeitig legte er das Feldgehölz hier an und die Obstwiese mit alten Obstbaumarten, u. a. mit mehreren Mispeln.

Die Hecke hier am Weg wurde im Frühjahr 1992 gepflanzt
und ist inzwischen schon einmal "auf den Stock gesetzt" worden.
Etwa 2010 wurden auf der Südseite des Teichs drei Echte Schwarzpappeln gepflanzt.
Ende August 2011 wurden Bacharme und Teich, die immer weiter zuwuchsen, freigebaggert und vergrößert.

Hier leben u. a.:
Erdkröte, Grasfrosch und der stark gefährdete Laubfrosch, Berg-, Teichmolch und der seltene Kammmolch, Libellen, seltene Arten.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen
(Text unter: www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de >Noch mehr Information)




1. e) Zur Mühlhauser Mark
Info-Schild aufgestellt am 11.6.2011 bei der dritten Auflage der Aktion "Offene Gärten" der Bürgerstiftung Unna.

An der Ecke Heerener Straße/Spanierkampweg, etwas nördlich von Haus 135:

Stand: 11.06.2011

Mühlhauser Mark
Sie befinden sich hier in der Mühlhauser Mark.
Sie ist Teil des 1997 festgesetzten Naturschutzgebietes "Uelzener Heide/Mühlhauser Mark",
das mit knapp 200 Hektar das größte im gesamten Kreis Unna ist.

Wir schlagen Ihnen einen knapp 1 km langen Spaziergang
auf dem "Spanierkampweg" durch das Naturschutzgebiet vor
.
An dieser Strecke kann man besonders deutlich sehen,
was sich in den letzten gut 20 Jahren in Unna alles in Bezug auf Natur getan hat
und wie eine Landschaft positiv verändert werden kann.

Alle Flächen auf der Südseite des Wegs dienen heute vorrangig dem Naturschutz.
Viele Meter Hecken wurden gepflanzt und fünf Teiche angelegt.
In den letzten zwei Jahren wurden zwei der Teiche erweitert
und der Ahlbach verbreitert.

An mehreren Stellen wurde Schilf angepflanzt.
Hierdurch soll vor allem dem Kuckuck geholfen werden,
dessen Bestände in Deutschland in den letzten Jahren stark abgenommen haben,
der aber in Mühlhausen/Uelzen noch immer anzutreffen ist.

Die Mühlhauser Mark ist heute ein wichtiger Lebensraum vor allem für Tiere,
die auf das Wasser angewiesen sind. Erdkröte, Grasfrosch und vor allem der in NRW stark gefährdete Laubfrosch sind hier zu Hause.
Der seltene Kammmolch ist ebenfalls anzutreffen.
Über 20 Libellenarten sind zu beobachten.
Viele der früher einmal verbreiteten Wiesenvögel sind hier noch zu hören und zu sehen.

Die Naturschutzwiesen werden entweder extensiv beweidet
(nicht mehr als zwei Kühe auf dem Hektar)
oder gemäht (nicht vor dem 10. Juni).
Kein Gift und kein chemischer Dünger.

Die Mark war in früheren Zeiten das
von den Dorfbewohnern gemeinsam genutzte Land. Es diente vor allem als Viehweide.

In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Mühlhauser Mark
unter den Dorfbewohnern aufgeteilt.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen
(Text unter: www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de >Noch mehr Information)




2. Mühle
Bruchstr. 21, angebracht November 1992:

Mühlhauser Mühle
Älteste urkundlich nachweisbare Wassermühle Westfalens. Schon um 890 vorhanden. Vermutlich Ende des 8. Jahrh. errichtet nach Eroberung des Landes durch die Franken unter Karl dem Großen. Jahrhundertelang wurde hier das Getreide für Mühlhausen, Uelzen, Lünern und Stockum gemahlen. Bis in die 50er Jahre in Betrieb. Seit dem 19. Jahrh. zusätzlich mit Dampf betrieben, seit 1914 auch mit Strom. Statt Mühlrad später Turbine. Heutiges Gebäude von 1906.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen

 


Schild an der Mühlhauser Mühle, 1992 angebracht.
(Foto: Barbara Cornelissen - DVD 1.2.36)





3. Mühlpfad
Eingang Heerener Straße neben Haus Nr. 39 (September 2002 angebracht):

Mühlpfad und Mühlbach
Der hier beginnende Mühlpfad - mit den beiden Seitenwegen 700 m lang - führt zur Mühlhauser Mühle, der ältesten nachweisbaren Wassermühle Westfalens. Der rechts im Hof der ehemaligen Schule entspringende Mühlbach bildet im weiteren Verlauf die Grenze zu Uelzen und mündet nach 5 km in die Seseke. Er wird von bis zu 40 Quellen gespeist. Wahrscheinlich das zweitgrößte Quellgebiet von NRW. Trieb früher bis zu 5 Mühlen. Verbreiterte sich ehemals im Bereich der ersten Brücke zu einer großen Wasserfläche: dem "Kolk". Dahinter auf der Nordseite lag vermutlich das "Schloss" der Ritter von "Mülhusen". Die Wiesen auf der Südseite dienten als Mühlteich. 1951 wurde das Gebiet unter Schutz gestellt.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



Eingang Bruchstraße neben Haus Nr. 21 (Oktober 2004 angebracht):

Mühlpfad und Mühlbach
Der hier endende Mühlpfad - mit den beiden Seitenwegen 700 m lang - führt zur Mühlbachquelle, die im Hof der ersten Mühlhauser Schule entspringt - wohl das älteste Haus von Mühlhausen. Am Mühlpfad entspringen etwa 20 Quellen, die teilweise aber nur im Winter laufen. Zusammen mit den anderen Quellen in Mühlhausen/Uelzen bilden sie das wahrscheinlich zweitgrößte Quellgebiet von NRW. Das Wasser zum Betrieb der Mühle hier wurde auf den ursprünglich tiefer liegenden Wiesen südlich des Mühlpfads gestaut. Auf der Nordseite lag vermutlich das "Schloss" der Ritter von "Mülhusen". An der mittleren Brücke breitete sich noch 1828 eine große Wasserfläche aus: der "Kolk".

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen

 


Schild am Ende des Mühlpfads in Mühlhausen bei der Mühle.
(Foto: Josef Cornelissen - DVD 2.4.33)

 

Fotos aus der DVD des Heimatvereins "Unna-Mühlhausen/Uelzen 2006/2007"




4. Ehemalige Schulen
An den vier noch vorhandenen ehemaligen Schulen wurden im November 1992 Schilder mit folgenden Texten angebracht:

Fachwerkhaus Heerener Str. 39:

Erste Mühlhauser Schule
Offenbar schon vor 1755 und dann bis 1823 in Funktion.
Einklassig mit bis zu 100 Schülern. Wahrscheinlich ältestes Haus von Mühlhausen.
Im Hof entspringt der Mühlbach.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



Mühlhausener Dorfstr. 7:

Zweite Mühlhauser Schule
Fachwerkbau. In Funktion von 1823 bis 1911.
Einklassig mit Lehrerwohnung, ab etwa 1885 zweiklassig.
Nach 1911 Wohnung des Dorfpolizisten.
Am 10.3.1945 teilweise durch Bomben zerstört.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



Mühlhauser Berg 5:

Dritte Mühlhauser Schule
Erbaut 1911, in Funktion bis 1964.
Mit zwei Lehrerwohnungen und drei Klassenräumen.
Baumbestand ebenfalls von 1911.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



Uelzener Dorfstr. 43:

Frühere Uelzener Schule
Erbaut 1860 aus roten Backsteinen, in Funktion bis 1964.
Einklassig mit Lehrerwohnung, ab 1913 zweiklassig.
Etwa 1965 verputzt und in Wohnhaus umgewandelt.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




5. Eisenbahn
Im Juli 1995 wurden Schilder mit folgenden Texten angebracht:

Unterführung Heerener Straße, Nähe Mühlhausener Hellweg:

"Dortmund-Soester Eisenbahn"
Als erste Eisenbahnlinie dieses Raumes am 7.7.1855 eingleisig eröffnet.
Später "Hellweg-Eisenbahn" genannt.
Ab 1866 zweigleisig. Ursprünglich wohl niveaugleicher Bahnübergang mit Schranke;
später (vor 1892) Straße tiefer gelegt und diese Unterführung gebaut,
1959 teilweise erneuert. Seit 1970 elektrifiziert.
Fuß-/Radweg 1993 angelegt.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



Mühlhausener Hellweg 51:

Ehemaliges Schrankenwärterhaus
an der 1855 in Betrieb genommenen "Dortmund-Soester-Eisenbahn".
Erbaut etwa 1906. Im Laufe der Zeit manche Änderungen.
Gleichartige Häuser an der gesamten Strecke, bis 1977 auch an der Twiete in Uelzen.
Ferngelenkter Schrankenbetrieb seit 1973.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen


Das Schild ist von Unbekannten gestohlen worden.


Haus Heerener Str. 170:

An der Schranke der Bahnlinie Hagen-Unna-Hamm, 1867 in Betrieb genommen und seit 1964 elektrifiziert, stand bis 1972 die
"Blockstelle Mühlhausen".
Das Haus erbaute 1867 der damalige Schrankenwärter Sichtermann, dessen Familie es jetzt in 4. Generation bewohnt.
Weiter nördlich die 1876 als "Westfälische Eisenbahn" in Betrieb gegangene Linie Dortmund-Königsborn-Welver; östlich Königsborn 1968 aufgehoben und 1975/76 als Wanderweg hergerichtet.
Bei Anlegung der Bahndämme entstanden die wassergefüllten "Schachtkuhlen", heute wertvolle Naturreservate.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




Am 11.4.2011 wurden weitere drei Schilder angebracht:

An der Bahnunterführung Schwertlacke:

Eisenbahnlinie Unna–Hamm
1867 als "Bergisch-Märkische-Eisenbahn" von Hagen über Unna nach Hamm als zweite Bahnlinie unseres Raumes in Betrieb gegangen. Seit 1964 elektrifiziert.
Der Bahndamm durchschneidet hier den Bereich des ehemaligen Gutes Vaerst, das Jahrhunderte hindurch ein Lehnsgut des hochadligen Damenstiftes Essen war und schon vor 1220 erwähnt wird; die Gebäude, die etwa 300 m nördlich von hier lagen, wurden in den 1840er Jahren abgebrochen und die Grundstücke einzeln verkauft.
Durch die Aufschüttung des Bahndamms entstanden "Schachtkuhlen", die sich mit Wasser füllten und heute wertvolle Rückzugsgebiete für Pflanzen und Tiere bilden. Einige Schachtkuhlen dienten zeitweise als Müllkippe und wurden verfüllt.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



An der Bahnunterführung Borgmühl:

Eisenbahnlinie Unna–Hamm
1867 als "Bergisch-Märkische-Eisenbahn" von Hagen über Unna nach Hamm als zweite Bahnlinie unseres Raumes in Betrieb gegangen. Seit 1964 elektrifiziert.
Beim Bahnbau wurden Reste eines sagenumwobenen Turms nahe am Gut Borgmühl abgetragen und mitverwendet; dabei entdeckte man Urnen und römische Münzen.
Die auf der Ostseite des Bahndamms bei der Aufschüttung entstandenen wassergefüllten "Schachtkuhlen" bilden heute wertvolle Rückzugsgebiete
für Pflanzen und Tiere.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



In der Uelzener Heide an der ehemaligen Bahnunterführung:

Ehemalige Eisenbahnlinie Dortmund–Königsborn–Welver
Diese dritte Bahnlinie unseres Raumes ging am 15.5.1876 als "Westfälische Eisenbahn" in Betrieb. Um die Entschädigung der Grundeigentümer führte die Familie von Bodelschwingh, deren Gut Haus Heyde von der neuen Linie durchschnitten wurde, einen Musterprozess über drei Instanzen bis zum Reichsgericht.
Seit 1896 war die Strecke zweigleisig. Sie führte über Soest weiter nach Kassel und Leipzig.
In den Hungerjahren nach dem 2. Weltkrieg galt sie als "Hamsterbahn", weil auf ihr viele Menschen aus dem Ruhrgebiet zum "Hamstern" aufs Land fuhren.
Der östlich von Königsborn gelegene Streckenteil wurde 1968 stillgelegt und 1975/76 im Bereich des Kreises Unna zum Wanderweg hergerichtet.
Der Tunnel unter der Bahn wurde 1990 abgebrochen und durch die Holzbrücke hier ersetzt.
Der Bahndamm bildet heute zusammen mit den beim Bau entstandenen und mit Wasser vollgelaufenen Schachtkuhlen ein wertvolles Biotop für Pflanzen und Tiere.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen






6. Ehemalige Bauernhäuser
Schilder mit folgenden Texten:

Heerener Str. 54 (August 2002 angebracht):

Hof Grundmann/Kölker
Wahrscheinlich ursprünglich ein Lehnsgut der berühmten Abtei (Essen-) Werden. 1654 als Hof Gruntman erwähnt. Gehörte zum Hof Schulze-Wiehenbrauck in Mühlhausen und dadurch ab 17. Jahrh. zu Haus Dölberg in Nordlünern. 1824 teilweise im Besitz der preußischen königlichen Domäne. Am 10.4.1945 brannte das Hauptgebäude, ein Fachwerkbau, durch Artilleriebeschuss der einmarschierenden Amerikaner ab; anschließend Wiederaufbau.
Diese Scheune wurde 1862 unter Verwendung älterer Balken errichtet und 1991 und 2002 renoviert.

Heimatverein M/U



Heerener Str. 42 (Oktober 2003 angebracht):

Besitztum Heiland, vormals Hof Brand
Erste Erwähnung 1486 mit dem Pächter "Hannes Brant". Später im Eigentum der reformierten Kirche zu Kamen, die vom Ertrag ihren Organisten besoldete. Ab 1844 selbständiges Eigentum. Letzte Besitzer/Bewirtschafter: Kehmann, Däing, Lohmann, Dieckmann (mit Milchgeschäft). 1969 Erwerb der Hofstelle durch die Familie Heiland. Bis 1998 gleichnamige Spedition. 1998/99 Umbau des Wirtschaftstraktes zu Wohnungen. Laut vorhandenem Torbalken wurden das Bauernhaus - und wohl auch das dahinter liegende Backhaus - 1847 erbaut.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




7. Platz am Kriegerdenkmal

Ecke Mühlhausener Dorfstraße/Bruchstraße. Aushang im Info-Kasten des Heimatvereins:

Ein Platz mit Tradition
Der Platz hier am Ortseingang von Mühlhausen, wo sich die von Uelzen kommende Straße in Dorf- und Bruchstraße aufteilt, war wohl schon wegen seiner Lage immer ein viel besuchter Ort.
Gegenüber auf der Südseite der Dorfstraße befand sich seit unbekanntem Datum das Feuerwehrhaus für Mühlhausen/Uelzen, bis es etwa 1957 abgebrochen und durch das heutige, weit größere hier am Platz ersetzt wurde.
Als im Dezember 1911 Mühlhausen und Uelzen an das Elektrizitätsnetz angeschlossen wurden, waren bereits hier ein Jahr zuvor die Leitungen für das Hochspannungskabel und das Telefon verlegt worden. 1923 wurde dann das noch bestehende "Schalthaus Mühlhausen" erbaut.
Am Sonntag, dem 11. Juni 1922, wurde das von den beiden damals noch selbständigen Gemeinden Mühlhausen und Uelzen errichtete Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkriegs eingeweiht. Dies geschah - wie es im Hellweger Anzeiger hieß - in einer "erhebenden Feier" und mit einem "imposanten Festumzug". Der Unnaer Oberstudienrat Prof. Dr. Wilshaus hielt die "Weiherede".
Das Denkmal ist aus gepresstem Muschelkalk und wurde von einem Dortmunder Künstler angefertigt. Auf der Vorderseite des Denkmals standen die Worte: "Zum ehrenden Gedenken der im Weltkriege gefallenen Helden aus den Gemeinden Mühlhausen und Uelzen". Auf den Seiten waren die Namen der im 1. Weltkrieg Gefallenen aus beiden Gemeinden eingemeißelt. Da die Inschriften mit der Zeit unleserlich geworden waren, wurden an ihrer Stelle im Mai 2001 drei Marmorplatten angebracht. Danach ist nunmehr das Denkmal den Opfern der beiden Weltkriege gewidmet.
Wenn auch nicht irgendwo ausdrücklich erwähnt, dürfte im Zusammenhang mit der Anlage des Denkmals auch die hier stehende Linde gepflanzt worden sein. Sie müsste also über 80 Jahre alt sein (ohne die vorhergehenden Jahre in der Baumschule).
Dieser Ort war und ist immer wieder Schauplatz für die verschiedensten örtlichen Veranstaltungen: Das jährliche Totengedenken der Kyffhäuserkameradschaft, Maifeiern, Umzüge der örtlichen Vereine und in den letzten Jahren Ort für das "Lindenfest" von Sängerbund und Feuerwehr.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen


Wortlaut der Einweihungsrede von Prof. Dr. Wilshaus hier lesen.


8. Folkbrachtstein
Mühlhausen; 1. Scheidweg (Feldweg zwischen Heerener Straße und Nordlünern). Angebracht am 4.8.2001 bei der Einweihung des von Rosemarie Zensen geschaffenen Denkmals:

Folkbracht hieß der erste namentlich bekannte Einwohner Mühlhausens.
Sein Hof lag wahrscheinlich hier. Er und das Dorf Mulinhusun sind erstmals um 890 in einem Abgabenregister der Abtei (Essen-)Werden erwähnt.
Errichtet 2001 zum 1111. Jubiläum.
Heimatverein M/U



9. An Unnas Mittelpunkt
Uelzen, am früheren Hellweg nahe der Twiete unmittelbar südlich der Bahnlinie Unna-Soest.

a) Plakette auf einem Sockel unter dem Tafelsignal:

Geographischer Mittelpunkt
von
Unna

51° 32' 22" n. Br.     7° 43' 41" ö. L.

Errichtet zum 750-jährigen Jubiläum von Uelzen
1249 - 1999

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



b) Schild an der Esche hinter dem Steinwall:

Jupps Esche
Dem Gründer und langjährigen Vorsitzenden des Heimatvereins,
engagierten Heimatforscher, tatkräftigen Natur- und
Umweltschützer und liebenswerten Menschen
Dr. Josef Cornelissen
anlässlich seines 70. Geburtstages am 20. Juni 2004 gepflanzt
von seinen Freunden und Mitstreitern aus Mühlhausen und Uelzen.



c) Kreuz am Hellweg

Am geographischen Mittelpunkt von Unna an der Bahnlinie Unna-Soest in Uelzen (wurde am 20. Juni 2009 eingeweiht). Neben dem Kreuz auf einer Tafel:


Kreuz am Hellweg

Hier in der Nähe am historischen Hellweg befand sich laut dem Kartenwerk von 1805 des preußischen Generalmajors Lecoq ein Kreuz. Außer dem betreffenden Kartensymbol ist nichts über das Kreuz bekannt.

War hier ein tödlicher Unfall geschehen? Sollte es die Vorbeireisenden zur inneren Einkehr veranlassen? War es von Pilgern oder für Pilger auf dem Jakobsweg nach Spanien errichtet worden? Oder war es eines der vielen Sühnekreuze, die aufgestellt wurden, um eine schwere Schuld abzugelten? Oder, oder?

Zur Erinnerung haben die Kath. Pfarrgemeinde St. Katharina Unna, die Evang. Kirchengemeinde Hemmerde-Lünern und die Evang. Stadtkirchengemeinde Unna mit dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen dieses Kreuz errichtet und am 20. Juni 2009 in einer gemeinsamen Feier eingeweiht.


Gebet am Wegesrand
Ach Gott, da steht ein Kreuz -
Zeichen für Gottes Bund
mit den Menschen
verbindet Himmel und Erde
Mensch und Menschen
umspannt Vergangenheit und Zukunft.

Vielleicht saß hier einst ein Wanderer auf dem Pilgerweg nach Spanien.
Vielleicht sitzt hier einmal ein Suchender der zukünftigen Zeit.
Vielleicht saß hier einst ein Mensch mit müden Füßen.
Vielleicht hüpft hier einmal ein kleines Kind freudig herum.
Vielleicht saß hier einst ein Trauernder nur wenige Schritte entfernt vom Galgen.
Vielleicht sitzt hier einmal einer mit den gleichen Gefühlen wie ich.

Ich halte inne.
Was bewegt mich?
Auf welchem Weg bin ich?
Kenne ich mein Ziel?


Gott, lass mich Suchende/r sein,
durchkreuze du meine Zweifel.
Schenke mir Glauben, neue Hoffnung
für meinen Weg des Lebens.
Dazu gib du deinen Segen
im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.
Amen.

Michaela Labudda



d) Schild an der Ulme beim Kreuz am Hellweg:

Flatterulme
(Ulmus laevis)

Gepflanzt am 17. März 2010

Früher gab es auch in Mühlhausen/Uelzen eine Anzahl stattlicher Ulmen, auch Rüster genannt, bis sie vor einigen Jahrzehnten wie fast überall der Ulmenkrankheit zum Opfer fielen. In Unna sind nur zwei große Exemplare an der ehemaligen Schule von Alte Heide erhalten.
Der Heimatverein möchte mit der Pflanzung der Ulme diesem schönen Baum wieder einen Platz bei uns geben.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



e) Erinnerungsstele/Mahnmal gegen die Todesstrafe, etwa 20 m westlich.
Auf der Vorderseite steht in vertieften Buchstaben:
       Erster Nachweis als Richtplatz 1510
       1949 Artikel 102 Grundgesetz
       Die Todesstrafe ist abgeschafft

Auf dem rechten Rand:
       Heimatverein 2013      H9 (= Logo des Künstlers)

Auf dem linken Rand ist ein Bar-Code eingelassen, der folgenden Text erscheinen lässt:

Die Richtstätte des Amtes Unna in Uelzen

Obwohl sie über 350 Jahre bestanden haben dürfte, wissen wir nur von wenigen Hinrichtungen. Nur fünf Hinrichtungstage sind belegt.

Bei der ersten bekannten Hinrichtung handelt es sich um eine 1514 entdeckte "Bande Mörder und Räuber" aus Lünen, die in unserer Grafschaft Mark "greuliche Laster ausgeübt" hatte. Sie wurden gerädert.

Die zweite belegte Hinrichtung erfolgte am 1. April 1602. Ein "Weib, so ihr newgeborenes Kindlein umgebracht hatte, wurde mit einem Strange von dem Scharfrichter erworget."

Die dritte belegte Hinrichtung fand im Jahre 1691 statt, aus demselben Grund. Die Unnaer Dienstmagd Elßken Overhoff war als Kindesmörderin verurteilt worden. Die Kindestötung galt damals als besonders verabscheuungswürdig. Denn wer ein ungetauftes Kind tötete, brachte es nach kirchlicher Lehre nicht nur um das irdische, sondern auch um das ewige Leben. Durch eine Bittschrift erreichte es eine Unnaer Bürgerinitiative, dass sie in einem Sarg beerdigt wurde und der Leichnam nicht zur Abschreckung öffentlich zur Schau gestellt wurde.

Um 1708/09 wurde ein Daniel Bock "auffgehencket", von dem wir nur wissen, dass er Vater eines 1709 in Bochum getauften unehelichen Kindes namens Johan Diderich war.

Die letzte öffentliche Hinrichtung war die des Mörders Christian Schulte am 23. März 1805. Er hatte seinem Arbeitgeber, einem Bauern aus Strickherdicke, im Bereich der heutigen Iserlohner Straße aufgelauert und ihn mit einem Stein erschlagen, angestiftet von dessen Frau, mit der er ein Verhältnis hatte. Der "modernde Leichnam" des geräderten Christian Schule war laut Augenzeugen noch drei Monate nach der Hinrichtung in Uelzen ausgestellt und bot einen "scheuslichen Anblick".

Noch bis zum Inkrafttreten des neuen preußischen Strafgesetzbuches im Jahre 1855, durch das öffentliche Hinrichtungen abgeschafft wurden, dürfte der Galgen vorhanden gewesen sein.
Die Verurteilten wurden üblicherweise von zwei Uelzener Bauern, die auch die Hinrichtungswerkzeuge aufbewahrten, zum Richtplatz gefahren.
Hexen wurden hier nie hingerichtet.

Aus den wenigen Hinrichtungen in Uelzen dürfen wir wohl den Schluss ziehen, dass die Menschen hier so gesetzestreu und gesittet lebten, dass nur selten harte Strafen zu verhängen waren.

Eine ausführliche Darstellung, bebildert und mit Quellenangaben, gibt ein PowerPoint-Vortrag von Josef Cornelissen "Strafvollzug anno dazumal in Unna und Umgebung" vom 14. April 2011: www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de. Dort anklicken "An Unnas Mittelpunkt", weiter unter "Ehemalige Richtstätte - hier lesen".



Auf der nebenstehenden Info-Tafel heißt es:

Ehemalige Richtstätte des Amtes Unna

Nur wenig weiter westlich dieser Stelle lag am Hellweg Jahrhunderte hindurch die Richtstätte des Amtes Unna. Laut nebenstehendem Uelzener Urkataster von 1828 nannte sich damals das Flurstück auf der Westseite der Twiete "Am Galgen". Den Namen trägt es heute noch. Auf einer Karte von Nordwestdeutschland aus dem Jahre 1805 ist der Ort durch das Zeichen für einen dreibeinigen Galgen und das Wort "Gericht" kenntlich gemacht. Erstmals ist der Richtplatz für das Jahr 1510 bezeugt. Die letzte Hinrichtung fand 1805 statt, als der Mörder Christian Schulte gerädert wurde.

Hinrichtungen wurden früher von der Obrigkeit zur allgemeinen Abschreckung als öffentliches Schauspiel veranstaltet. Die Hingerichteten blieben lange Zeit ausgestellt. Daher lagen die Richtstätten meist wie hier weithin sichtbar an den großen Fernstraßen.

Die Stele ist ein Werk des Bildhauers Harald K. Müller H9 aus Hamm. Die Inschrift auf dieser Seite erinnert daran, dass die hier vollzogenen harten Strafen Vergangenheit sind und bei uns die Todesstrafe seit 1949 durch das Grundgesetz abgeschafft ist. Das große Kreuz auf der anderen Seite steht stellvertretend für die unterschiedlichen Hinrichtungsarten und als Zeichen der Sühne. Getreidehalme und Gräser an seinem Fuß symbolisieren Fülle und Vergänglichkeit des Lebens. Die beiden Reliefs zeigen Szenen noch vor der Hinrichtung, wobei die Stadtansicht im Hintergrund dem Merian-Stich von Unna um 1645 nachempfunden ist. Die Öffnung darüber überlässt es dem Betrachter, ob er sich selbst ein Bild von den meist grausamen Hinrichtungen früherer Zeiten machen will; gleichzeitig verleiht sie der Skulptur Transparenz und Leichtigkeit.

Der Verein für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen errichtete diese Skulptur aus Anlass der Ausweisung des Jakobspilgerweges entlang dem historischen Hellweg. Die Aufstellung erfolgte am 8. Mai 2014.

www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de


Dazu ist ein Ausschnitt aus dem Uelzener Urkataster von 1828 wiedergegeben.
Info-Tafel hier ansehen


10. Esche mit Rundbank

Uelzen; Weg "Auf dem Höing" (Rundbank und Schildchen nicht mehr vorhanden). Das Schildchen am Baum hat folgenden Text:

Esche mit Rundbank in der Uelzener Heide
Diese eichene Rundbank wurde am 27. November 1993 vom Verein für Heimat und Natur Mühlhausen/Uelzen aufgestellt. In die Rückenlehne ist eingeschnitzt:
Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" Sonderpreis 1992
Sie soll daran erinnern, dass 1992 Mühlhausen und Uelzen zum ersten Mal am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" teilnahmen und je einen Sonderpreis für die Leistungen im Natur- und Landschaftsschutz bekamen. Zugleich soll sie ein fortwährender Anstoß sein, in dieser Weise fortzufahren.
Angefertigt wurde die Bank von dem pensionierten Zimmermann Konrad Erber aus Mühlhausen.
Sie steht an der Ecke eines der 6 Grundstücke, die der heutige Regionalverband Ruhr Ende 1991 auf Initiative des Heimatvereins in Uelzen für den Naturschutz angekauft und hergerichtet hat.
Von hier aus bietet sich ein besonders schöner Blick auf die Landschaft um Uelzen.
In das Innere der Rundbank wurde etwas wirklich Einheimisches gepflanzt, nämlich eine Esche, die sich in Mühlhausen selbst ausgesät hat und dort wild herangewachsen ist.
Sie soll zudem auf eine Besonderheit unserer beiden Dörfer aufmerksam machen: Die Uelzener Heide gehört zu den sehr seltenen Gebieten, wo sich - sollte der Mensch nicht mehr eingreifen - ein " Eschen-Auenwald" entwickeln würde. Diese Waldart umfasst nur 0,2% der Westfälischen Bucht.
Im Übrigen war die Esche in der germanischen Mythologie als Weltenbaum Yggdrasil von ganz besonderer Bedeutung: Von ihr sollte der Fortbestand der Menschheit abhängen.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen

Rundbank und Schild sind nicht mehr vorhanden. Die Esche wächst weiter.



11. Obstbäume
(siehe auch unter "Bemerkenswerte Bäume und Sträucher in Mühlhausen/Uelzen" Artikel hier lesen)

Uelzener Rambour
Standorte: 1. Öko-Zelle, 2. Obstwiese "Auf'm Köttchen", 3. Die südlich angrenzende Bräckelmannsche Obstwiese (der 4. Rambour in der Schwertlacke westlich der Bahnunterführung vorn auf der "Wiese am 1. Schwietlaker Weg" ist durch Wühlmäuse eingegangen).

Stand: 31.03.2004

"Uelzener Rambour"
Dies ist einer der vier Apfelbäume der Sorte "Uelzener Rambour", die der Heimatverein Mühlhausen/Uelzen im März 1999 aus Anlass des 750-jährigen Jubiläums von Uelzen in Uelzen gepflanzt hat.
Der Baum stammt nicht aus unserem Uelzen hier, sondern von seinem Namensvetter, der Kreisstadt Uelzen in der Lüneburger Heide.
Zwei Mühlhauser Hobby-Pomologen entdeckten in der Obstbaum-Literatur rechtzeitig zum Jubiläumsjahr, dass es die Apfelsorten "Uelzener Rambour" und "Uelzener Calvill" gibt.
Nachforschungen ergaben, dass der "Uelzener Rambour" ursprünglich auf einem Bauernhof namens Maas bei Uelzen in der Lüneburger Heide wuchs.
Es handelte sich nicht um eine Züchtung, sondern um eine so genannte Mutation oder Veränderung der Erbsubstanz, die plötzlich auftritt.
Als "Rambour" oder "Pfundäpfel" werden Apfelsorten bezeichnet, die große bis sehr große Früchte von unregelmäßigem Bau mit derber Schale haben und meist plattrund und asymmetrisch sind.
Wegen seiner hervorragenden Eigenschaften wurde er von der früheren Baumschule Carl Zinser bei Uelzen vermehrt. Zunächst wurde er nach der Mutter des Bauern "Maas'scher Mutterapfel" genannt. Aber schon seit dem 19. Jahrh. trägt er den offiziellen Namen "Uelzener Rambour". Als solcher ist er im "Bundes-Obstarten-Sortenverzeichnis" eingetragen. Ein anderer Name für diese Sorte soll "Apfel von Uelzen" sein.
Der "Uelzener Rambour" ist nur wenig verbreitet. Heute wird er wohl nur noch von den Besitzern der Baumschule "Hinrichs Gartenparadies" in Uelzen an der B 4 vermehrt (ein außergewöhnlich schönes Gartencenter mit sehr geschmackvollen Angeboten und besonderer Hinwendung zum Naturschutz), und zwar schon in der zweiten Generation. Von dort stammt auch dieser Baum. Daneben ist er in Institutionen zu finden, die den Erhalt alter Obstsorten zum Ziel haben.
Es handelt sich um eine besonders schöne und dankbare Apfelsorte mit einer der mächtigsten und breitesten Kronen von allen Apfelbäumen.
Angabe auf dem Baum-Etikett: "Reifezeit Oktober, haltbar bis Januar, Geschmack weinsäuerlich, saftig"

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



12. Fledermäuse

Haus Heyde (April 1996 angebracht):

Schutz für gefährdete Tiere
Dieser Luftschutzbunker aus dem 2. Weltkrieg (früher links neben der Brücke zum Eingangstor des 1966 abgerissenen Wasserschlosses Haus Heyde gelegen) soll jetzt dem Schutz gefährdeter Tiere dienen, vor allem den Fledermäusen.
Er wurde dazu hergerichtet mit Unterstützung des Umweltamtes der Stadt Unna vom Naturschutzbund, BUND und dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen.
Neben den selten gewordenen Fledermäusen sollen in dem Bunker Kröten, Frösche, Molche, Schmetterlinge und Wespen Unterschlupf finden.
Bei Beobachtung von Fledermäusen und Fragen dazu sprechen Sie die Experten Frau Irmgard Devrient und Reinhard Wohlgemuth in Holzwickede an. Tel. 02301/7921.
Bitte die Tiere nicht stören!

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen


Schild nicht mehr vorhanden.


Eine Zeitlang am Mühlpfad ausgehängt:

Stand 08.03.2000

Seltene Fledermaus gefunden
Gestern Abend wurde auf der Fußmatte an der Haustüre des Hauses Heerener Str. 23 (Familie Lohmann) eine männliche Fransenfledermaus gefunden. Sie ist bei uns sehr selten und wurde bisher im Bereich Unna noch nicht festgestellt. Die Art gehört zu den Mausohr-Fledermäusen und hält sich typischerweise in und um das Haus auf ("sogenannte "Hausfledermaus").
Von Familie Lohmann wurden heute Morgen die bekannten Fledermausspezialisten Irmgard Devrient und Reinhard Wohlgemut aus Holzwickede benachrichtigt. Wie Frau Devrient feststellte, wog das Tier nur 7,3 g und hatte zu wenig Fett und damit Energie. Es nahm kein Wasser und kein Futter an. Kurz darauf starb es. Vermutlich hat die Fledermaus im Holzstoß neben dem Haus überwintert und war jetzt aus dem Winterschlaf aufgewacht.
Wie Familie Lohmann berichtet, haben sie schon immer nachts in ihrem Garten Fledermäuse beobachten können. Somit gibt es also bei uns auch noch im Dorfkern die selten gewordenen Fledermäuse!
Irmgard Devrient und Reinhard Wohlgemuth bitten darum, ihnen alle Beobachtungen von Fledermäusen unverzüglich zu melden.
(Tel. 02301/7921).

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



13. Beobachtungsstand

Verlängerung der Straße In den Bruchgärten; östlich vom alten Sportplatz (Februar 2003 angebracht):

Beobachtungsstand
Wieder wunderschöner Blick auf Teich und Landschaft in Mühlhausen
Seit Februar 2003 ist es erneut möglich, den NABU-Storksbachbruch als
"internationale Drehscheibe im Vogelflugverkehr"
(so schon 1990 ein bekannter Ornithologe)
von hier aus zu beobachten.
Im Frühjahr und Herbst, wenn hier die Zugvögel Rast machen, sind bis an die 90 Vogelarten zu sehen.
Der Vorläufer, eine 1987 errichtete hölzerne Beobachtungskanzel, musste leider wegen wiederholten Vandalismus abgerissen werden.
Erstellt in Eigenleistung vom Heimatverein M/U und NABU.
Stufen und Zaun führte die städtische Naturschutzgruppe aus.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



13. A

Metallenes Info-Schild (August 2011 an der Stahlwand angebracht):

NABU-Grundstück "Storksbachbruch"
Der Teich wurde 1986 vom NABU (Naturschutzbund Deutschland) in Eigenleistung angelegt.
Er wird gespeist von zwei starken Quellen, einer Rohrquelle rechts im Vordergrund und, weiter hinten im Schilf verborgen, einer Tümpelquelle.
An der Rohrquelle mündet eine verrohrte Quelle, die 150 m weiter rechts an der ehemaligen Maschinen-Fabrik in der Straße Im Erley entspringt. Die drei Quellen bilden den südlichen Arm des Storksbachs.
Ob am "Storchenbach" früher Störche brüteten oder sich nur auf der Rast dort aufhielten, ist umstritten.
Schon 1990 bezeichnete ein Experte das Gelände als "Internationale Drehscheibe im Vogelflugverkehr", da hier im Frühjahr und Herbst viele Zugvögel rasten, zum Teil seltene Arten.

www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de



14. Vögel

Am Mühlpfad, hinter dem Hof Kölker, Heerener Str. 57 (eine Zeitlang):

Hier in dieser Obstwiese "Zur Kölke" können Sie
25 Vogelarten sehen oder hören!

Am 5. Mai 1992 haben hier von etwa 8.15 bis 9,30 Uhr zwei Experten des Naturschutzbundes Deutschland aus Holzwickede (Irmgard Devrient, bekannt als Fledermaus-Expertin, und der durch viele Vorträge und Presseartikel hervorgetretene Heinz Herkenrath folgende Vogelarten festgestellt:

Amsel, Birkenzeisig, Blaumeise, Buchfink, Elster, Feldsperling, Gartengrasmücke, Grünfink, Hänfling, Hausrotschwanz, Haussperling, Kohlmeise, Mehlschwalbe, Misteldrossel, Rabenkrähe, Rauchschwalbe, Ringeltaube, Star, Steinkauz, Türkentaube, Weidenlaubsänger oder Zilpzalp, Zaunkönig.

Später noch: Bachstelze, Heckenbraunelle, Wacholderdrossel.

Wahrscheinlich gibt es hier noch mehr Vogelarten, die aber wegen der kurzen Beobachtungszeit nicht festzustellen waren. Wenn die im April 1989 gepflanzten Obstbäume größer und älter werden, sind sicherlich noch weit mehr Vögel anzutreffen.

Auch noch Fledermäuse hier!
Am 27. Juli um 22 Uhr hat Frau Devrient im Mühlpfad auch eine Fledermaus entdeckt.
Die Art konnte allerdings noch nicht bestimmt werden.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen




15. Paschquelle
(siehe auch Karte "Quellgebiet Mühlhausen/Uelzen". Hier klicken)


In der Öko-Zelle am Weg zum alten Sportplatz (September 2006 angebracht):

Paschquelle
Dies ist eine der rund 40 Quellen, die in Mühlhausen/Uelzen, vor allem in den Dorfkernen und nördlich davon, entspringen. Der Bereich gilt als das zweitgrößte Quellgebiet in NRW. Wie verlässlich dokumentiert ist, schossen bis in die 1890er Jahre viele der Quellen im Frühjahr, wenn das Grundwasser am höchsten steht "oft bis zu 1 - 2 m in die Höhe". Infolge bergbaulicher Einwirkungen, bei denen die tiefer liegenden wasserundurchlässigen Schichten durchstoßen wurden und sich durch den Abbau der Flöze ein weiträumiger Senkungstrichter bildete, ließen die Quellen stark nach. Heute fallen die meisten von ihnen im Spätsommer oder Herbst je nach Niederschlagsmenge trocken. Um 1950 führten sie noch erheblich mehr Wasser.
Charakteristisch für die Quellen in Mühlhausen/Uelzen sind die schwarzen Eisengussrohre, aus denen viele von ihnen sprudeln wie hier die Paschquelle. Brauchte man irgendwo Wasser, vor allem als Viehtränke, trieb man solch ein Rohr in den Boden. Diese so genannten Bohrlöcher sollen aber auch mit gegenteiliger Zielsetzung angelegt worden sein, nämlich zur Trockenlegung. Vernässte ein Quellensumpf das Grundstück, konnte durch das Bohrloch das Wasser gefasst und konzentriert abgeleitet werden.
Dieser Quelle wurde der Name Paschquelle gegeben, weil sich das Flurstück östlich des Weges hier Paschwiesen nennt (wahrscheinlich abgeleitet von lateinisch pascere = weiden, also "Weidewiesen").
Das Quellwasser in den "Quellendörfern" Mühlhausen/Uelzen hat Sommer wie Winter ziemlich beständig eine Temperatur von 10,5 bis 11 Grad. Wie verschiedene Untersuchungen der Quellen ergaben, liegen alle untersuchten Werte innerhalb der Grenzen der EU-Trinkwasserverordnung. Man sollte das Wasser aber nicht trinken, da der Nitratgehalt über dem von der EU empfohlenen Richtwert von 25 mg/l liegt, dies vor allem im Frühjahr, wenn viel gedüngt wird.
Im Quelltopf ist die essbare Brunnenkresse (Nasturtium sterile) zu sehen. In Mühlhausen/Uelzen befindet sich ihr größtes Vorkommen von ganz Westfalen. Hier breitet sich auch der größte Schilfbestand im Kreis Unna aus. Im Quellgebiet und seinem nördlichen Umfeld hat sich die größte Population des Laubfrosches im Kreis Unna entwickelt, der in NRW zu den "stark gefährdeten" Arten gehört.
Die Wiese hier mit der Paschquelle ist eines der insgesamt über 23 Hektar umfassenden Grundstücke in Mühlhausen/Uelzen, die der NABU (Naturschutzbund Deutschland) Kreis Unna zusammen mit dem Heimatverein seit 1989 mit Hilfe vieler Spenden für den Naturschutz erworben und hergerichtet hat.

Mehr im Jahrbuch des Kreises Unna 2006: "Wasserfontänen schossen einst zwei Meter in die Höhe."

Schematische Darstellung zur Entstehung der Hellweg-Quellen



Geologischer Schnitt durch den Kreis Unna von Nord nach Süd, von Werne bis zur Ruhr bei Langschede.

Die Erdschichten fallen von der Ruhr im Süden schräg mit 1 - 4 Grad nach Norden ab. Über den wasserundurchlässigen Schichten des variskischen Grundgebirges liegen die zerklüfteten Schichten des Cenoman und Turon, in denen sich das Niederschlagswasser sammelt. Darüber liegt die ebenfalls undurchlässige Schicht des Emschermergels. Wenn die beiden mittleren zerklüfteten Schichten mit Wasser gefüllt sind, schießt dieses je nach Füllmenge unter Druck nach oben ins Freie als so genannte artesische Quellen.
Das Einzugsgebiet für das in Mühlhausen/Uelzen zutage tretende Wasser befindet sich etwa vier Kilometer südlich auf der Linie Billmerich-Frömern, wo - etwa 100 m höher gelegen - die zerklüfteten Gesteinsschichten an die Oberfläche stoßen.

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen
www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de






15. A Erlenquelle

An der dicken Eiche auf der Westseite des Wegs zum alten Sportplatz:

Erlenquelle
Entspringt etwa 100 m südwestlich von hier im Ostteil des neuen Sportplatzes.
Wurde 1981 beim Bau der Anlage bis hierher verrohrt.

www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de



16. Steinbruch im Bimbergtal

Am Weg durch das Bimbergtal (am 16.9.2007 aufgestellt):

?????

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



17. Wappenstein

In Uelzen am Von-Ascheberg-Weg (am 23.9.2008 aufgestellt). Schild auf der Rückseite:

Dies ist ein sogenanntes Ehewappen aus dem Jahre 1661 für Philipp Henrich von Ascheberg und seine Frau. Die Inschrift lautet: Ascheberch - Werminckhaus. Links das Wappen der Familie von Ascheberg, rechts das der Familie von Werminghaus. Philipp wurde 1616 als zweiter Sohn des damaligen Herrn zur Heyde, Aldenbockum von Ascheberg, und seiner Frau Ahasvera auf Haus Heyde in Uelzen geboren und wuchs dort auf. Er heiratete 1643 Anna Elisabet von Werminghaus, die Erbin von Haus Heithoff an der Emscher in (Dortmund-)Schüren. Der Stein wurde 2004 unter rätselhaften Umständen auf Haus Heeren gefunden und von Freiherr Jobst Henrich von Plettenberg dem Heimatverein Mühlhausen/Uelzen geschenkt.

Juli 2008 Heimatverein M/U



18. Info-Schild Haus Heyde

In der Uelzener Heide neben dem ehemaligen Schloss (am 7.5.2008 aufgestellt):

Ehemaliges Wasserschloss Haus Heyde
Hier im nördlichsten Zipfel von Unna-Uelzen stand das 1966 abgebrochene Wasserschloss Haus Heyde,
einer der bedeutendsten Adelssitze im Kreis Unna.
Im 19. Jahrhundert war hier der Sitz
der berühmten Familie von Bodelschwingh.


Baugeschichte
Erste urkundliche Erwähnung 1343. Anfänge und Baugeschichte im Dunkeln. Lage der ursprünglichen Burganlage unsicher: Auf der noch vorhandenen Gräfteninsel oder weiter östlich am Zusammenfluss von Mühlbach, Ahlbach und Kortelbach. Neubau Anfang des 17. Jh. Vermutlich im 18. Jh. Zusammenfassung der einzelnen Gebäude zu einer U-förmigen, von einer Gräfte umgebenen Schlossanlage. Beindruckende Ausmaße: Drei Flügel von jeweils 50 m Länge mit insgesamt 56 Räumen. Ältester Teil ist das Herrenhaus im Südwesten aus verputzten Bruchsteinen mit zwei tonnengewölbten Kellern. Übrige Teile meist aus verputztem Fachwerk. Westlich des Schlosses ein 60 m langes Wirtschaftsgebäude aus roten Ziegeln mit Viehställen und Schmiede (1961 wegen Baufälligkeit abgerissen).

Adelige Besitzer
Besitzer und großenteils auch Bewohner waren neun unterschiedliche Adelsgeschlechter: Opper Heide und/oder von Hilbecke (14./15. Jh.), von Sprenge (15. Jh.), von der Recke (Ende 15. Jahrh.), von Torck (um 1500), von Aldenbockum (16. Jh.), von Ascheberg (17. Jh.), von Palant (1. Hälfte 18. Jh.), von Plettenberg (ab 1743) und von Bodelschwingh (1799 bis 1927).

Stadtgut im Eigentum Kamens
1927 Verkauf des Schlosses einschließlich 106 Hektar Fläche an die Stadt Kamen, die an Tauschland interessiert ist. Von 1928 bis 1960 Verpachtung weiter Teile des Gutes an den holländischen Gemüsebauern Heeman. Bis zu acht Mietparteien wohnen auf dem Schloss. Von 1955 bis 1965 ist Heyde ein Mittelpunkt für Musik und Jugend: Offene Singstunden, Kammermusikabende, Kinderfreizeiten und Zeltlager.
Ende Mai 1966 Abbruch des Schlosses mit Zustimmung des Landeskonservators. Die beiden südlichen Arme der Gräfte werden mit dem Abbruchmaterial verfüllt.

Kernbereich im Eigentum Unnas
1970 werden durch Vermittlung der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna große Teile des Gutes als Austauschfläche an Landwirte übertragen, die Grundstücke für eine Gewerbeansiedlung in Südkamen abgegeben hatten. Die Stadt Unna, zu deren Gebiet Uelzen mit Haus Heyde seit 1968 gehört, kauft die Restfläche von 28 Hektar um das ehemalige Schloss. 1986 Unterschutzstellung des Zentralbereichs als Bodendenkmal, weil Heyde "als eine der wichtigen Grundherrschaften dieses Raumes für die Geschichte des Menschen von Bedeutung gewesen ist".

Verbliebene Spuren
Von der Schlossanlage außer Teilen der Gräfte und einem umfangreichen Bach- und Grabensystem nur noch wenig sichtbar:
- Einige Ziegelsteine im Boden (5 m vor diesem Schild) vom Südwestteil der Schlossbrücke
- Der 1942 erbaute Luftschutzbunker (hierneben), 1996 als Fledermaus-Quartier hergerichtet
- Mauerreste der ehemaligen Einfriedung und vom Wirtschaftsgebäude am Westrand des angrenzenden Waldstücks
- Zwei Mühlen: Kornmühle, von hier 150 m südöstlich (nur der Mühlengraben ist noch vorhanden); Ölmühle, 450 m nordwestlich (heute ein Wohnhaus)
- Der Familienfriedhof der von Bodelschwingh (1938 aufgehoben) etwa 150 m südöstlich auf der Ostseite des Ahlbachs
(Außerdem sieben Grabsteine der Familie von Ascheberg in der Stadtkirche Unna)

Reichhaltige Natur
Eindrucksvoll ist der alte Baumbestand. Sieben Bäume sind Naturdenkmale: zwei Blutbuchen, zwei Stieleichen, zwei Platanen und eine Rosskastanie (lt. Naturdenkmal-V0 v. 8.12.1989). Eine der beiden Platanen ist mit 7,40 m Stammumfang der dickste Baum im Kreis Unna. Im südlichen Bereich an den Bächen über 20 Exemplare der heute sehr seltenen reinen Schwarzpappel. 1996 ließ die Stadt Unna die Gräfte entschlammen und den Urverlauf des Mühlbachs renaturieren, der jetzt wieder die Gräfte mit Wasser versorgt. 1997 wurden die 28 Hektar im Eigentum Unnas Teil des 190 Hektar umfassenden Naturschutzgebietes "Uelzener Heide/Mühlhauser Mark", des größten im Kreis Unna. Im Bereich der Gräfte sind seltene Laufkäfer und acht unterschiedliche Arten Fledermäuse entdeckt worden. Eine von ihnen, eine Kleinabendseglerin, sorgte 2004 europaweit für Schlagzeilen: Sie trat von hier aus einen ungewöhnlichen Flug bis nach Madrid an.

Mehr in Kurzform: "Haus Heyde lebt weiter", Schriftenreihe der Stadt Unna, 2005.

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Januar 2008               www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de

Bitte bleiben Sie auf den Wegen und stören Sie nicht diese geschichtsträchtige Naturidylle!


Lageplan "Haus Heyde" (nach Grundkarte von 1950)
3 Pfosten im Gelände markieren die Eckpunkte (Westen, Süden, Osten) des früheren Schlosses


Luftbildaufnahme vom 11.4.1954 (in Nord-Süd-Richtung)

1954 gab es im Bereich Haus Heyde noch wenig Wald. Erst 1959 bis 1962 wurden acht Hektar aufgeforstet. Links von der U-förmigen Schlossanlage das 1961 abgebrochene Wirtschaftsgebäude. Die freie Fläche südlich vom Schloss war der Garten. (Foto Kommunalverband Ruhrgebiet)

Haus Heyde im Jahre 1920
Blick von Nordwesten. Rechts der Südwestflügel mit Einfahrt und Brücke; später noch stärker mit Efeu bewachsen.
Im Vordergrund ein Teil der noch vorhandenen Gräfte mit der Gräfteninsel (ganz links).


Der Südwestflügel im Jahre 1957
Im Vordergrund die westliche der beiden noch vorhandenen denkmalgeschützten Blutbuchen (etwa 250 Jahre alt, 20 m südöstlich dieses Schildes).
Dahinter die Brücke aus Ziegelstein über die Gräfte.
Rechts von der Einfahrt das Herrenhaus; in seinem Erdgeschoss der Rittersaal von beeindruckenden Ausmaßen:
20,5 m lang, 8 m breit und 5 m hoch.

Christoph Friedrich Steffen von Plettenberg (1698-1777)
Reitergeneral im Dienste Friedrichs des Großen, Träger des höchsten preußischen Tapferkeitsordens, des Pour le Mérite. Er stammte aus dem Sauerland und kaufte 1743 das Rittergut Haus Heyde. Hier verlebte er seinen Ruhestand.
Von ihm oder seinem Sohn und Erben Henrich Ludwig (1744-1799) wurden vermutlich die alten Bäume gepflanzt,
die heute noch hier stehen.

Carl von Bodelschwingh (1800-1873)
Als zweitältester Sohn erbte er Haus Heyde von seiner Mutter Friederike (1768-1850), der Enkelin des Generals C.F.S. von Plettenberg. Carl war Landrat, Regierungspräsident, Landtags- und Reichstags-Abgeordneter und insgesamt elf Jahre preußischer Finanzminister. 1866 trat er als Minister zurück, weil er im Gegensatz zu Ministerpräsident Bismarck einen "Bruderkrieg" gegen Österreich ablehnte. In diesem Krieg verlor er dann zwei seiner vier Söhne.

Friedrich (1831-1910) und Ida (1835-1894) von Bodelschwingh als Brautleute
Ida war das fünfte der elf Kinder des Ministers Carl von Bodelschwingh. Sie wurde hier auf Haus Heyde geboren. 1861 heiratete sie Pastor Friedrich von Bodelschwingh, das sechste der acht Kinder ihres Onkels Ernst von Gut Velmede im heutigen Bergkamen. Verlobung und Hochzeit fanden auf Haus Heyde statt. An Friedrichs Seite half sie später mit, die weltberühmten v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel im heutigen Bielefeld aufzubauen.



18a und 18b. Schilder an zwei Bäumen bei Haus Heyde

a) Platane (August 2012 aufgestellt):
(siehe auch unter "Bemerkenswerte Bäume und Sträucher in Mühlhausen/Uelzen" Artikel hier lesen)

Diese Platane
(Platanus acerifolia)
etwa 10 m entfernt
steht als Naturdenkmal unter besonderem Schutz.
Sie ist eine der eindrucksvollsten Bäume im gesamten Kreis Unna.
Mit 730 cm Stammumfang (auf 1 m Höhe gemessen) ist sie jedenfalls der dickste Baum des Kreises.
Bei einem Kronenumfang von 30 m ist sie darüber hinaus der wohl breiteste
und mit 42 m Höhe wahrscheinlich auch der höchste Baum im Kreis Unna.

Etwa 50 m weiter hinten steht eine weitere Platane,
mit 530 cm Stammumfang ebenfalls ein Naturdenkmal.
Das Alter der beiden Platanen wird auf jeweils 250 bis 300 Jahre geschätzt.

Vermutlich wurden sie von dem Reitergeneral Christoph Friederich von Plettenberg (1698—1777) gepflanzt, der 1743 das Rittergut Heyde kaufte und ab 1761 dort dauerhaft wohnte.
Er ließ das Schloss ausbauen und den Garten neu anlegen. (Sein Bild ist auf der Info—Tafel etwa 100 m westlich von hier zu sehen)

Noch fünf weitere Bäume im Gebiet von Haus Heyde sind als Naturdenkmal ausgezeichnet.

Mehr über den Baumbestand von Haus Heyde:
Josef Cornelissen: "Haus Heyde bei Unna", 1998
Ralf Sänger: "Bäume — Wunderbare Wesen im Kreis Unna", 1998
                "Grüne Route — mit dem Fahrrad zu den wunderbaren Wesen im Kreis Unna", 2000

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aa) Platane Champion Tree (August 2013 anstelle des bisherigen Schilds aufgestellt):

Diese Platane
(Platanus acerifolia oder Platanus x hispanica)
etwa 10 m entfernt
ist ein
Champion Tree oder Rekord-Baum,
nämlich der dickste Baum seiner Art
in Nordrhein-Westfalen!

Am 27. Juni 2013 wurde sie von dem Baum-Experten Christoph Michels vermessen.
Danach ist sie mit 712 cm Stammumfang — gemessen auf der international üblichen Höhe von 130 cm — die dickste bisher bekannte Platane in NRW.
Bisher hielt diesen Rekord eine Platane mit 624 cm Stammumfang
in Bergheim im Rhein-Erft-Kreis.
Auch ihre anderen Maße sind beeindruckend:
42 m hoch bei einem Kronendurchmesser von 32 m.
Seit dem 13. August 2013 ist sie als solche aufgelistet im deutschen Register der Champion Trees, gemeinsam geführt von der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft und der Gesellschaft Deutsches Arboretum,
Mitglieder des European Champion Tree Forum.
Unter den Bundesländern steht sie an 9. Stelle (www.championtrees.de).
Schon seit Ende Juli 2013 ist sie auf der Webseite "Die stärksten Bäume in NRW" ihres Entdeckers Christoph Michels aufgeführt (www.starke-bäume.de).

Bisher war schon bekannt, dass diese Platane der
dickste Baum im gesamten Kreis Unna
ist und möglicherweise auch der höchste. Sie steht als Naturdenkmal unter besonderem Schutz, ebenso wie fünf weitere Bäume im Gebiet von Haus Heyde, so die etwa 50 m weiter hinten stehende Platane mit 530 cm Stammumfang und die durch ihre vielen Astwülste beeindruckende Blutbuche etwa 30 m westlich von hier
mit 554 cm Umfang.
Das Alter der drei Bäume wird auf jeweils 250 bis 300 Jahre geschätzt.
Vermutlich wurden sie von dem Reitergeneral Christoph Friederich von Plettenberg (1698—1777) gepflanzt, der 1743 das Rittergut Heyde kaufte und ab 1761 dort dauerhaft wohnte. Er ließ das Schloss ausbauen und den Garten neu anlegen.
(Sein Bild ist auf der Info-Tafel etwa 100 m westlich von hier zu sehen)

Mehr über den Baumbestand von Haus Heyde:
Josef Cornelissen: "Haus Heyde bei Unna", 1998
Ralf Sänger: "Bäume — Wunderbare Wesen im Kreis Unna", 1998
                "Grüne Route — mit dem Fahrrad zu den wunderbaren Wesen im Kreis Unna", 2000

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b) Blutbuche (August 2012 aufgestellt):

Diese Blutbuche
(Fagus sylvatica "Atropurpurea")
steht wegen ihrer Eigenart und Schönheit als Naturdenkmal unter besonderem Schutz.
Sie besitzt einen Stammumfang von 500 cm
und ist besonders beeindruckend durch ihre vielen Astwülste.

In die Rinde sind eine Anzahl Initialen aus jüngerer Zeit geschnitzt.
Es bedarf aber wenig Phantasie, um sich vorzustellen,
dass schon viel früher hier im Schatten dieses Baumes — damals noch umgeben von der Gräfte und den inzwischen verlandeten Teichen — bedeutende Persönlichkeiten verweilt und ihre Gedanken ausgetauscht haben:

Friederike v. Bodelschwingh (1768—1850), die Erbin des Rittergutes und eine der wohlhabendsten Frauen des Kreises Unna und der Stadt Hamm. Sie war eine der wenigen Trägerinnen des Luisenordens, des höchsten preußischen Damenordens.
Ihre beiden Söhne Franz (1794—1854) und Carl (1800—1873) v. Bodelschwingh, preußische Minister.
Deren Kinder Friedrich und Ida v. Bodelschwingh, die die von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel aufgebaut haben, die bedeutendste diakonische Einrichtung Europas.

Und ihre Freunde und Verwandten, so
Reichsfreiherr vom und zum Stein (1757—1831), der große Reformer Preußens, der Schloss Cappenberg kaufte.
Rulemann Eylert (1770—1852), der später berühmte Hofprediger König Friedrich Wilhelms III.
Ludwig von Vincke (1774—1844), der erste Oberpräsident der neu geschaffenen Provinz Westfalen.
(Mehr unter Wikipedia: Haus Heyde)

Etwa 60 m westlich von hier steht eine weitere Blutbuche, ebenfalls ein Naturdenkmal.
Wie die beiden Platanen etwa 30 m weiter östlich wurden die Blutbuchen vermutlich von Christoph Friederich von Plettenberg (1698—1777) gepflanzt
und dürften somit beide über 250 Jahre alt sein.

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19. Willkommensschild

Am Mühlhausener Hellweg (am 1. April 2009 aufgestellt):

Herzlich willkommen
in den Quellendörfern
Mühlhausen und Uelzen

Sie haben gerade den Lünerner Bach überquert,
die Grenze zwischen Unna-Lünern und Unna-Mühlhausen.
Nach 1.300 m erreichen Sie den
geographischen Mittelpunkt von Unna,
den wir als Rastplatz empfehlen.
Dort finden Sie neben Tisch und Bank mit schöner Aussicht
weitere Informationen über unsere beiden Dörfer.

Der Weg führt Sie ab hier 1.100 m durch Mühlhausen
und anschließend 1.200 m durch Uelzen.

Diese Bank hier lädt Sie vorab ein zu einer Verschnaufpause.

Alles Gute auf Ihrem weiteren Weg!

Unterstützung durch: Logo Stadt Unna
                       Heimatverein Mühlhausen/Uelzen


Aktuelle Hinweise auf der Rückseite



Hinweise auf der Rückseite (am Mittelpunkt von Unna finden sich ähnliche Hinweise)

Einkehr- und Verpflegungsmöglichkeiten in Mühlhausen/Uelzen
nahe dieser Strecke


In Mühlhausen
Auf diesem Weg 570 m in Richtung Mittelpunkt Unna geradeaus bis zur großen Querstraße (= Heerener Straße). Darauf rechts abwärts 630 m bis zum Bauernhaus Heerener Str. 54:
"Milchhof Mühlhausen" Lategahn (T 02303/4321)
Hofladen mit großem Sortiment und Café
Geöffnet Montag bis Freitag von 9.00 - 18.30 Uhr, Samstag von 9.00 - 13.00 Uhr
Café von Mai bis August Samstag und Sonntag von 11.00 - 18.00 Uhr geöffnet.

Von dort 150 m weiter auf der Heerener Straße bis links zur Abzweigung Bruchstraße 1:
Trinkhalle Dorf-In Höltermann (T 02303/333663)
Bäckerei, Lebensmittel, Kaffee, Tabakwaren, Zeitschriften
Geöffnet Montag bis Samstag von 6.00 - 20.00 Uhr, Sonntag von 7.00 - 20.00 Uhr


In Uelzen
Auf diesem Weg weiter zum Mittelpunkt von Unna. 180 m danach an der Bahnschranke nach rechts in die Straße Twiete einbiegen und 400 m geradeaus bis zur Uelzener Dorfstraße.
Auf der Ecke (Uelzener Dorfstr. 41)
griechisches Restaurant "Athen" (T 02303/4545)
Geöffnet Montag - Freitag von 17.00 - 23.30 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage von 12.00 - 14.30 und von 17.00 - 23.30 Uhr

Schräg gegenüber: Uelzener Dorfstraße 36:
Bäckerei Höltermann (T 02303/4728)
Bäckerei und Lebensmittelgeschäft mit großem Sortiment
Geöffnet: Montag von 6.30 - 13.00 Uhr
Dienstag - Freitag von 6.30 - 13.00 Uhr, von 15.00 - 20.00 Uhr
Samstag von 6.30 - 13.00 Uhr
Sonntag von 7.30 -10.30 Uhr

Übernachtungsmöglichkeiten


Privat-Zimmervermietung Mühlhausen, Zaremba, Mühlhausener Dorfstr. 19
(nach telef. Absprache unter T 02303/40268 oder 0171/2721453)
Auf diesem Weg 570 m in Richtung Mittelpunkt Unna geradeaus bis zur großen Querstraße (= Heerener Straße). Darauf rechts abwärts 300 m bis zur Einmündung der Mühlhausener Dorfstraße. Nach links in diese Straße einbiegen; nach 250 m auf der linken Seite.



20. Pflug

vor der Scheune von Hof Lategahn, Heerener Str. 54 (August 1990 aufgestellt)
a) Schildchen alte Fassung:

Beet-Pflug
genannt Möppel
um die Jahrhundertwende und früher
bei uns in Gebrauch

Gestiftet von Fam. Lategahn
Restauriert vom Heimatverein M/U


b) Da der weitgehend hölzerne Pflug mit der Zeit verrottete, wurde er Ende 2008 durch einen anderen alten Pflug ersetzt. Das Schildchen hierfür lautet:

Häufelpflug für Kartoffeln
von einem Pferd gezogen
Baujahr etwa 1920
Auf dem Hof Lategahn in Gebrauch bis um 1954

Heimatverein Mühlhausen/Uelzen



21. Schilder an der Grenze zu Kessebüren

a) Mühlhausen (November 2011 aufgestellt):

Liebe Spaziergänger
Weil es immer wieder auf Erstaunen trifft, sei es vor Ort einmal angezeigt:
Dieser Weg hier bildet die südliche Grenze von Mühlhausen.
Auf der anderen Seite beginnt Kessebüren.
Der Weg verläuft auf einer Höhe von 150 m
und bildet Mühlhausens höchste Erhebung. Früher lag hier die so genannte Mühlhauser Heide,
die von den Dorfbewohnern gemeinsam als Viehweide benutzt wurde.
Sie wurde 1822 unter den damals 33 "eingesessenen" Dorfbewohnern aufgeteilt.

Vielleicht erinnern Sie sich:
Zum 1.1.1968 wurde eine Anzahl bis dahin selbständiger Gemeinden mit der Stadt Unna zusammengeschlossen,
darunter Uelzen, Mühlhausen und Lünern aus dem bisherigen Amt Unna-Kamen
sowie Kessebüren aus dem bisherigen Amt Fröndenberg.

Hier verlief also vor 1968 auch die Grenze zwischen den Ämtern Unna-Kamen und Fröndenberg.

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b) Mühlhausen Ausblick (daneben Januar 2012 aufgestellt):

Ein beeindruckender Blick nach Norden
Hier von den Höhen des Haarstrangs,
wo eine der großen naturräumlichen Grenzen Westeuropas verläuft,
nämlich zwischen dem Rheinischen Schiefergebirge im Süden und dem Nordmitteleuropäischen Tiefland,
sehen wir vor uns zunächst den sogenannten Oberen Hellweg
und dahinter,
nördlich der Ortskerne von Uelzen und Mühlhausen, den Unteren Hellweg.
In der Ferne schließt sich das Münsterland an.

Noch ein paar Einzelheiten:
Das vor uns liegende Autobahnteilstück Unna–Soest mit Talbrücken über den Kessebürener Bach (links) und den Lünerner Bach (auf 36 Pfeilern mit einer Spannweite von 336 m) ging 1972 in Betrieb.
Der Weg etwa 25 m westlich von hier war früher eine der Hauptverbindungen nach Mühlhausen,
er führte zum heutigen Parkplatz im Bimbergtal am Kessebürener Bach.
Durch den Bau der Autobahn wurde er unterbrochen.
Im Nordwesten jenseits der Autobahn erstreckt sich der ab 1972 errichtete Unnaer Indu-Park.
Genau in Nordrichtung, 9 km entfernt, erhebt sich der 60 m hohe, denkmalgeschützte Förderturm
der 1981 stillgelegten Zeche Königsborn III/IV in Bönen.
Die drei hellen Kühltürme links davon mit dem Schornstein
gehören zum 17 km entfernten Gerstein-Kraftwerk in Werne-Stockum.

Im Nordosten kann man jenseits der Wälder des Lünerner Bachtals
die Flügelspitzen von 6 Windrädern des "Windparks Ostbüren" entdecken.
Er ging Mitte 2002 mit 7 Anlagen in Betrieb (Gesamthöhe jeweils 99,5 m),
Anfang 2010 folgten 5 weitere.

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c) Uelzen (November 2011 am Weg vom Indu-Park nach Kessebüren aufgestellt):

Liebe Spaziergänger
Weil es immer wieder auf Erstaunen trifft, sei es vor Ort mal angezeigt:
Hier auf einer Höhe von etwa 120 m verläuft die südliche Grenze von Uelzen.
Anschließend beginnt Kessebüren
und gut 200 m östlich von hier Mühlhausen.

Vielleicht erinnern Sie sich: Zum 1.1.1968 wurde eine Anzahl bis dahin selbständiger Gemeinden mit der Stadt Unna zusammengeschlossen, darunter Uelzen, Mühlhausen und Lünern aus dem bisherigen Amt Unna-Kamen sowie Kessebüren aus dem bisherigen Amt Fröndenberg.
Hier verlief also vor 1968 auch die Grenze zwischen den Ämtern Unna-Kamen und Fröndenberg.

Wer noch mehr wissen möchte:
Die Bahnlinie links von hier ging 1899 in Betrieb
und führt vom Bahnhof Unna nach Fröndenberg
(heute mit Anschluss an den Indu-Park).
Der Unnaer Indu-Park, der sich von hier nach Nordwesten erstreckt, wurde ab 1972 angelegt.
Mehr als die Hälfte liegt auf Uelzener Gebiet.
Der 60 m hohe Sendemast für den Mobilfunk, etwa 150 m nördlich, wurde im November 2005 errichtet.
Die weiter östlich (schon auf Mühlhauser Gebiet) zu sehende helle Lagerhalle der Firmen van Eupen/Wilo wurde im September 2008 in Dienst gestellt.
Im Osten sind die 12 Windräder des "Windparks Ostbüren" zu sehen,
der Mitte 2002 mit 7 Anlagen in Betrieb ging und Anfang 2010 erweitert wurde.
Im Südosten überspannt die Talbrücke der 1972 in Betrieb gegangenen A 44 den Kessebürener Bach.

 

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22. Schild vor dem rechteckigen Teich in der Uelzener Heide auf der Westseite der Schwertlacke südlich des stillgelegten Bahndamms

Ein Sammelteich fürs Wasser!


Immer wieder wird die Frage gestellt, was es mit dem Wasserloch vor Ihnen auf sich hat, wer ihn angelegt hat und wann.
Die Frage kann jetzt weitgehend beantwortet werden:

Das Wasserloch besteht mindestens seit fast 200 Jahren.
Im "Urkataster" von 1828/29, der ersten genauen Vermessung unserer Feldflur, ist es schon eingezeichnet.

Das Flurstück hier nennt sich bezeichnenderweise "Kuhlenkamp".


Landwirt Karl Kötter aus der Uelzener Dorfstraße weiß sich noch genau zu erinnern, dass man früher von dem Loch allgemein als "Sammelteich" gesprochen hat. Das sumpfige Gelände hier sollte durch das Loch entwässert werden. Früher sei auf der Ostseite dieses Weges ein Entwässerungsgraben verlaufen. Sein Vater habe häufig über diese Stelle hier geschimpft, wo das Wasser vom Graben in den Teich lief, weil sie mit dem Fuhrwerk schlecht zu passieren war.

Wer das Loch angelegt hat und wann ist unbekannt. Vermutlich waren es die Besitzer von Haus Heyde, denn das Land hier gehörte ihnen. Mit dem Bau der Eisenbahn hat dieses Loch hier nichts zu tun, denn sie ging erst 1867 in Betrieb.

Im Frühjahr und Sommer ist hier am Abend regelmäßig ein lautes Froschkonzert zu hören. Die kleinen grünen Laubfrösche veranstalten es.

Bitte nicht den Acker betreten. Man sieht auch von hier aus genug.

10/2015 www.heimatverein-muehlhausen-uelzen.de